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Volkszählung im Meer

Anemonenfisch vor seinem Zuhause
Anemonenfisch vor seinem Zuhause

Anemonenfisch vor seinem Zuhause

Bis zu 972 000 Arten könnten in den Weiten der Ozeane leben, schätzen Forscher nach einer neuen Bestandsaufnahme – die nur mehrzellige Spezies umfasst, das Heer der Bakterien und Archeen aber außen vor lässt. Nur ein knappes Viertel davon ist bislang beschrieben; im Ozean warten also noch viele Entdeckungen auf die Wissenschaftler. Die Gesamtsumme ermittelten sie anhand verschiedener Parameter. So floss in ihre Berechnungen die Rate an Neubeschreibungen während der letzten Jahrzehnte ebenso ein wie die Zahl an Arten pro Flächeneinheit, die dann auf das gesamte Ökosystem extrapoliert wurde.

Gleichzeitig mussten die Biologen aber auch erst einmal ihre ursprüngliche Liste eindampfen, denn sie bemerkten auch zahlreiche Artdopplungen: So manche entpuppten sich als ein und dieselbe Spezies, die von verschiedenen Wissenschaftlern unabhängig voneinander beschrieben worden waren und deshalb unterschiedliche Namen trugen. Insgesamt zählten die Beteiligten 170 000 Synonyme – allein bei den Walen fanden sich 1271 unterschiedliche Namen, die sich auf nur 87 Arten verteilten. Mit der einheitlichen Datenbasis lässt sich dies zukünftig vielleicht besser vermeiden.

Die größte Gruppe stellen mit Abstand die Tiere, gefolgt von den so genannten Stramenopilen, zu denen unter anderem die Braunalgen zählen. Unterrepräsentiert sind dagegen die Pflanzen mit 7600 und die Pilze mit nur 1050 Arten.

46. KW 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 46. KW 2012

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