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Vier Augen sehen mehr als zwei

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Fossiler Weberknecht

Heute lebende Weberknechte staksen mit einem Augenpaar durchs Leben, und dieses sitzt mittig auf dem so genannten Augenhügel des Kopfes (im Bild der weiße, zugespitzte Fortsatz oberhalb der blau eingefärbten Mundwerkzeuge). In ihrer weiteren Spinnentierverwandtschaft finden sich jedoch auch seitlich am Körper ausgebildete Augen – und genau dieses Merkmal entdeckten Forscher nun auch bei einem 305 Millionen Jahre alten Weberknechtfossil aus Frankreich: Hastocularis argus besaß also vier Augen an seinem Augenhügel. Wissenschaftler des Naturkundemuseums in Berlin wiesen zudem an modernen Weberknechtembryonen nach, dass in einer frühen Phase der Entwicklung tatsächlich kurzfristig Gene für zusätzliche Seitenaugen aktiviert, später jedoch wieder abgeschaltet werden.

Curr. Biol. 10.1016/j.cub.2014.03.039, 2014

16. KW 2014

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 16. KW 2014

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