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Artenvielfalt: Welt der Affen in Gefahr

Die afrikanische Insel Bioko ist Heimat einzigartiger Affen - doch die Tiere wecken Begehrlichkeiten. Jäger rücken ihnen zunehmend auf den Leib.
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Pennant-Stummelaffe

Bioko ist ein Zentrum der Artenvielfalt – und leider eines, das wenig bekannt ist. Dabei beheimatet die zu Äquatorial-Guinea gehörende Insel vor der Küste Kameruns eine einzigartige Primatenwelt, zu der auch nur dort vorkommende Affenspezies gehören. Wie in vielen Regionen der Erde ist die Biodiversität aber auch hier gefährdet, weil Straßen den Regenwald erschließen und ihn so Jägern zugänglich machen. Eine Studie von Crew Dronin von der Drexel University in Philadelphia und Co zeigt, wie ausgeprägt der Jagddruck mittlerweile ist und welche Affen besonders gefährdet sind. Waldflächen in der Nähe von Straßen weisen besonders viele Hinweise auf Jäger auf, gleichzeitig leben hier deutlich weniger Primaten als in unerschlossenen Regionen. Zwei der vorhandenen Spezies können damit aber relativ gut umgehen und haben ihr Verhalten angepasst – sie sind mittlerweile leiser und häufiger nachtaktiv. Der Pennant-Stummelaffe hingegen kommt damit nicht zurecht: Seine Zahl schwindet – er rückt dem Aussterben näher. Als Lösung schlagen die Biologen zwei Möglickeiten vor. Kurzfristig sollten Jagdverbote strenger kontrolliert und durchgesetzt werden, langfristig gilt es ein großes Schutzgebiet erhalten bleiben.

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