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Wüsten: Wenn Artenschutz zur tödlichen Falle wird

Kalifornische Gopherschildkröten werden oft überfahren. Deshalb errichten Naturschützer Zäune entlang der Straßen. Doch gut gemeint ...
Kalifornische Gopherschildkröte am Straßenrand

Kalifornische Gopherschildkröte

An den modernen Straßenverkehr sind Schildkröten leider überhaupt nicht angepasst: Sie bewegen sich viel zu langsam über Straßen und werden daher selbst in Schutzgebieten schnell zu Opfern von Autos. Für bedrohte Arten wie die Kalifornische Gopherschildkröte (Gopherus agassizii) sind diese Verluste nur schwer zu verkraften. Naturschützer wollen deshalb die Todeszahlen mit Hilfe von Zäunen – ähnlich wie Krötenschutzzäune hier zu Lande – reduzieren. Doch diese haben einen fatalen Preis, wie Tracey Tuberville von der University of Georgia und ihr Team erkannt haben. Die Schildkröten gewöhnen sich nicht schnell genug an die neuen Barrieren und rennen dann lange am Zaun entlang, bis sie in der Sonne überhitzen. Eines der überwachten Tiere starb sogar daran. Prinzipiell überqueren Schildkröten die Straßen am liebsten im Bereich so genannter Washes, ausgespülter Erosionsrinnen in der Wüste. Die Autoren empfehlen, hier kurze Zäune einzurichten und die Tiere dann unter den Straßen durchzuleiten.

32/2017

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 32/2017

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