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Wohl und Wehe europäischer Vögel

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Die Europäische Union: ein kapitalistischer Moloch, dessen einziger Zweck die Förderung intensiver Landwirtschaft und produktiver Industrie ist? Oder doch eine grüne Bremse, der Natur- und Umweltschutz näher liegt als die Schaffung von Arbeitsplätzen? Die Meinungen zur EU gehen so weit auseinander wie die Beurteilung der unter ihrer Ägide erreichten Naturschutzziele.

Eine neue Studie von Paul Donald und seinen Kollegen von der britischen Vogel- und Naturschutzorganisation Royal Society for the Protection of Birds zeigt, dass einzelne Vogelarten durchaus von den Bemühungen der EU profitieren können – und nun sogar besser dastehen als ihre Artgenossen außerhalb der Gemeinschaft. So profitieren viele Spezies durchaus von den – verglichen mit den nationalen Gesetzen – meist strengeren Jagdrichtlinien auf europäischer Ebene: Zwar fallen jährlich immer noch geschätzte 100 Millionen Vögel den Flinten zum Opfer, doch ist während der Zugzeiten das Schießen nun zumindest offiziell meist tabu.

Seit 1992 verfolgt die EU zudem das Ziel, ein länderübergreifendes System aus Schutzgebieten zu schaffen. Darin sollen möglichst alle repräsentativen europäischen Tier- und Pflanzenarten erhalten werden – selbst landwirtschaftlich genutzte Gebiete können darunter fallen, sofern sie in ihrem nachhaltigen Charakter fortbestehen.

Während aber viele Wasservögel oder charismatische Greife, Störche und Kraniche von den ergriffenen Maßnahmen profitierten, wird die Situation für andere Arten immer kritischer. Selbst einstige Allerweltsarten wie Kiebitz, Feldlerche oder Feldsperling schwinden, weil sie durch eine zunehmend intensive Agrarindustrie verdrängt werden.

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