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Rätsel Schnippenburg

Wenn man das Wort »Burg« hört, denkt man unwillkürlich an das Mittelalter. Tatsächlich gab es solche befestigten Anlagen schon viel früher – so wie die Schnippenburg in Ostercappeln. Diese eisenzeitliche Befestigung lag einst an einer wichtigen Handelsroute, die den Kulturraum der Kelten im Süden mit Nordwestdeutschland verband.

Und so fanden sich auch im Umfeld der Schnippenburg unzählige Objekte, die von der Blütezeit der keltischen Kultur zeugen. Die meisten davon sind aus Eisen, aber auch Schmuck und Keramikgefäße entdeckten die Archäologen. Offenbar wurden die meisten der stark keltisch beeinflussten Fundstücke hier vor Ort hergestellt – wobei noch unklar ist, was das für Menschen waren, die hier lebten, und wie lange die Schnippenburg besiedelt war.

Vom Reichtum zeugen die prächtigen Armreife, Ringe, Ohrringe, Glas- und Bernsteinperlen – sowie zahlreiche Objekte aus Eisen, das zum größten Teil aus der Ferne bezogen wurde. Viele der Funde stammen aus rituellen Niederlegungen und Opfergruben, weshalb die Forscher mittlerweile davon ausgehen, dass die Burg nicht nur zentraler Handelsplatz, sondern vor allem ein Kultplatz war.

Rätsel Schnippenburg

Sagenhafte Funde aus der Keltenzeit

Vom 6. Mai bis 5. August 2007

Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück
Lotter Straße 2
49078 Osnabrück
Tel.: 0541 323-3476
Internet: www.schnippenburg.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag, 11.00 bis 18.00 Uhr;
Samstag und Sonntag, 10.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellungskatalog:
Rätsel Schnippenburg – Sagenhafte Funde aus der Keltenzeit. Von Sebastian Möllers und Bodo Zehm (Hg.). Verlag Rudolf Habelt, Bonn 2007

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