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Marsrover: Burnout-Syndrom?

Oliver Dreissigacker
Wie das Internet-Magazin "The Onion" Anfang der Woche vermeldete, stellen sich beim Nasa-Marsrover Spirit ernste Ermüdungserscheinungen ein. Er verbuchte gerade seinen 1000. Arbeitstag auf dem Roten Planeten, sei aber nur noch so "fit" wie man ihn an seinem 6000. Marstag erwartete.

Die Probleme hätten mit dem Anbruch des Winters begonnen, wird Projektmanager John Callas zitiert. Die kürzeren Tage und sinkenden Temperaturen würden dem Robot-Geologen zusetzen.

"Er scheint ernste Probleme zu haben", so Callas weiter, "wir befürchten, dass er irgendwann einfach umkippt und die wissenschaftlichen Instrumente beschädigt werden."

Projektwissenschaftler Bruce Banerdt gab an, "Spirit hat wohl eine tiefe Sinnkrise. Wir bekommen nur noch wenige Übertragungen, das alleine hat uns nicht beunruhigt. Aber Meldungen wie 'Eine weitere Bodenprobe mit genau derselben Zusammensetzung wie die letzte' oder 'Immer noch kein Wasser' gäben den Forschern zu denken. Es soll sogar vorkommen, dass der Rover in den Gusev-Krater hinein führe und auf der anderen Seite wieder hinaus, ohne anzuhalten und Untersuchungen anzustellen.

Callas ergänzt, vergangene Woche habe man gar eine Bildübertragung erhalten, wie der Rover mit seinem Bohrer keine Probe nahm, sondern vielmehr den Satz 'F*** MARS' in den rötlichen Fels gefräst habe, denen der Planet seinen Beinamen verdankt.

Onion schließt, die Nasa bleibe optimistisch, dass Spirit in absehbarer Zukunft zumindest teilweise operabel bleibt und bei den jüngsten Neigungen, frontal gegen größere Felsen zu steuern, keinen ernsthaften Schaden nimmt.

Träumen Marsrover nachts von elektrischen Schafen, fragt sich Ihr Oliver Dreissigacker

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