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Mein Gott, Eva! oder Narben im Hirn

Nette: Steve, hast du neulich Kerner gesehen?

Steve: Nö, hab doch kein Fernsehen.

N: Siehst Du, ganz falscher Ansatz. Denn da war etwas Großartiges zu hören: Eva Herman ...

S: Eva! Herman!?

N: ... ja, genau, Eva Herman. Das Eva-Prinzip. Lass uns ein Apfeltörtchen backen. Genau die. Also, Eva Hermann sprach: Lässt man ein Kind im Kindergarten zurück, und es weint, weil es Angst hat, die Mutter zu verlieren, dann wird in seinem Gehirn Cortisol ausgeschüttet. Cortisol! Und dann fräst sich eine Narbe durch das Gehirn, die das Kind nie wieder los wird. Hättest du das gewusst, Steve?

S: Nein, aber ich würde vorschlagen, wir schenken Eva Herman ein Gehirn&Geist-Abo.

N: Prima Idee!

S: Denn mit dem Cortisol ist das so: Dieses Stresshormon wird vom Nebennierenmark ausgeschüttet, um den Organismus in Alarmbereitschaft zu versetzen: Flight or fight – Flucht oder Kampf – wie es so schön heißt. Bei Dauerstress ist der Cortisolspiegel im Blut in der Tat langfristig erhöht, mit durchaus unangenehmen Folgen für die Immunabwehr oder die Gedächtnisfunktion. Aber vom morgendlichen "Tschüß, Mami!" hat bestimmt noch kein Kind einen bleibenden Schaden davongetragen. Frau Hermans metaphorisches Talent in Ehren – aber den Forscher möchte ich sehen, der Narben im Gehirn von Kindergartenkids nachwies.

N: Danke für dieses klärende Wort. Haben Sie's gehört, Frau Herman?

S: Ach, Schwamm drüber. Hab ich nicht letztens irgendwo eine Studie gelesen: Publicitysucht macht taub! Hättest du das gewusst?

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