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Auf dem Nasa Causeway …

Ich bin auf dem Nasa Causeway angekommen. Nun heißt es, auf den Start zu warten. Und natürlich kann man dabei trefflich auch den „Launch Viewing Spirit“ erleben.
Der Causeway ist in mehrere Besucherbereiche eingeteilt. Unser Bus war einer der ersten in diesem Bereich. Daher hatte ich noch die freie Auswahl an Beobachtungsplätzen. Ich bin vor gelaufen und sicherte mir einen Platz direkt in erster Reihe. Rasch habe ich Kamera und Stativ aufgebaut – und mich dann erst umgesehen.

Laut Nasa-Unterlagen ist der Causeway eine einfache offene Straße ohne jegliche Infrastruktur. Lediglich Toiletten wurden versprochen. Die waren auch da, aber nicht nur: es gab ein paar Tribünen, einige sogar von großen Zelten überdacht. Okay, für eines der großen Florida-Gewitter hätte der Schutz wohl kaum gereicht, zumindest nicht für alle. Aber an Starttagen ist ja üblicherweise schönes Wetter. Denn sonst wäre es ja kein Starttag … Als Sonnenschutz sind die Zelte schon wichtiger.

Die meisten Besucher machten es wie ich und suchten sich einen Platz in der Nähe des Ufers. Denn schließlich sind wir ja alle wegen der Aussicht zum Causeway gekommen. Der Sonne trotzen einige mit Regenschirmen, andere ertragen sie einfach. Beim STS-120-Start gab es ohnehin relativ viele Wolken, so dass die Sonne nicht problematisch wurde. Wenn ich mir aber einen Start an einem wunderschönen, wolkenlosen Sommertag vorstelle – da muss man sich schon etwas gegen die Sonne einfallen lassen.

Der Causeway hat sich gefüllt ... | Kurz vor dem Start ist es (relativ) voll geworden auf dem Nasa Causeway. Einige verstecken sich im Zelt vor der Sonne. Die meisten finden sich jedoch direkt am Ufer mit unmittelbarem Blick auf die Startrampe.

Auf dem Causeway gibt es auch Getränke- und Essensstände. Das war gut, denn ich hatte natürlich in der Eile mein Essen im Auto vergessen. Anderen ging es wohl ähnlich: die Stände waren gut besucht. Die Preise waren übrigens erträglich, wenn auch alles andere als niedrig.

Die Zeit bis zum Start konnte man sich mit einem Plausch mit dem Nachbarn vertreiben. Auch wurden gegenseitig Fotos gemacht. Jeder wollte schließlich das Ereignis möglichst gut dokumentieren. Letzte Tipps wurden ausgetauscht. Und immer, wenn gute Neuigkeiten über die Lautsprecheranlage verbreitet wurden, gab es lautstarken Jubel.

Eine gewisse Angespanntheit war aber nicht zu übersehen. So recht vertieften sich die Gespräche nicht. Jeder schaute mit bangem Blick auf die Wolken, die verstärkt aufzogen. Das Gespenst des Startabbruchs hing drohend über uns. In gewohnt amerikanisch-optimistischrer Grundstimmung glaubten wir alle daran, dass es doch noch klappen würde. Dieser Glaube wurde arg strapaziert, als zirka eine Stunde vor Start dicke Wolken vor der Discovery aufzogen. Und später nochmals, als Eis auf dem Shuttle gefunden wurde.

Wie wir heute alle wissen, hat es dann ja doch wunderbar geklappt mit dem Start. Über meine Empfindungen beim Start möchte ich im nächsten und dann auch letzten Blog-Eintrag berichten.

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