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Kommentare - - Seite 1286

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    17.12.2001, wise-maker
    Aus der NZZ:
    Neue Diskussion um den Ursprung von HIV
    Verfügbare Impfstoff-Proben nicht kontaminiert
    Seit Jahren beschäftigt Fachwelt und Öffentlichkeit die Frage, woher das HI-Virus stammt.Klar scheint zu sein, dass sich das für den Menschen tödliche HI-Virus aus dem in Schimpansen vorkommenden SI-Virus entwickelt hat. Doch wie kam das SIV in den Menschen? Viele Experten gehen davon aus, dass sich ein afrikanischer Jäger in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts durch den Verzehr von Schimpansenfleisch infiziert und dann das Virus durch Geschlechtsverkehr auf mehrere Frauen übertragen hat. 1999 goss der Journalist Edward Hooper Öl ins Feuer, als er in einem Buch behauptete, die Aids-Epidemie habe Ende der fünfziger Jahre im damaligen Belgisch-Kongo durch in den USA produzierte Polio-Impfstoffe ihren Anfang genommen. Denn bei der Herstellung dieser Polio-Vakzine seien, so Hoopers These, Schimpansenzellen eingesetzt worden. Und so sei das SI-Virus in den Impfstoff gelangt und anschliessend auf zahlreiche Menschen übertragen worden. In der Folge habe es sich dann zu dem fatalen HIV entwickelt.

    Doch das für den damals verwendeten Impfstoff verantwortliche Wistar Institute in Philadelphia (USA) wollte diesen Vorwurf nicht auf sichsitzen lassen und sandte diverse Proben des damaligen Polio-Impfstoffs an mehrere Labors. Essollte abgeklärt werden, ob zur Impfstoff-Herstellung tatsächlich Schimpansenzellen eingesetztworden waren. Bei den verschickten Polio-Vakzinen war auch eine Probe derjenigen Impfstoff-Charge dabei, mit der damals rund 75 000 Menschen in Belgisch-Kongo geimpft worden waren. Zusätzlich untersuchte man noch eine Probe einer von Hooper besonders angeprangerten Impfstoff- Charge im britischen National Institute for Biological Standards and Control.

    Kürzlich sind nun die Ergebnisse der Untersuchungen in den Fachzeitschriften Nature und Science veröffentlicht worden. Dabei fanden die Wissenschafter in keiner der Proben genetisches Material (DNA) von HIV oder SIV. Ebenso wenig wurden DNA oder DNA-Reste von Schimpansen aufgespürt. Dagegen konnte genetisches Material von Makaken - einer anderen Affenart - nachgewiesen werden. Für die Produktion der nun untersuchten Impfstoff-Proben waren also tatsächlich, wie von Wistar behauptet, Makakenzellen und keine solchen von Schimpansen verwendet worden.

    Auch eine weitere, jüngst publizierte Untersuchung befasst sich mit dem Problem des Ursprungs von HIV. In dieser Studie haben die Autoren verschiedene Subtypen von heutzutage vorkommenden HI-Viren miteinander verglichen. Die Proben stammten zum einen von Personen aus der Demokratischen Republik Kongo (dem damaligen Belgisch-Kongo, wo die Impfungen in den fünfziger Jahren durchgeführt worden waren), zum anderen von Personen aus verschiedenen weiteren Orten. Diese neuen Daten, so die Forscher, sprächen dafür, dass sich die heutzutage existierenden Subtypen im Menschen und nicht in Schimpansen entwickelt hätten. Und diese Entwicklung muss, so die Berechnungen, vor den Impfungen stattgefunden haben, so dass diese Subtypen nicht durch eine Impfkampagne auf den Menschen übertragen worden seien.

    Eine Stellungnahme sei von Hooper nicht zu erhalten gewesen, berichteten mehrere Fachzeitschriften. Allerdings wurden Teilergebnisse dernun publizierten Untersuchungen bereits im vergangenen September auf einem Kongress der Royal Society in London vorgestellt. Damals hatte Hooper verlauten lassen, die neuen Daten würden ihn keinesfalls von seiner These abbringen. Denn schliesslich seien nicht alle damals verwendeten Impfstoff-Chargen getestet worden, da gar nicht mehr alle vorhanden seien. Es könnten also durchaus damals verwendete und heute nicht mehr existierende Impfstoff-Chargen mit SIV kontaminiert gewesen sein. Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigten nur, dass nicht alle damals verwendeten Impfstoff-Chargen mit SIV kontaminiert gewesen seien. Der einzig gültige Gegenbeweis seiner These wäre für Hooper ein aus einem Menschen isoliertes HI-Virus, das definitiv aus der Zeit vor der Impfkampagne stammt. Eine solche Probe liegt bis jetzt allerdings nicht vor.

    Stephanie Lahrtz

    Quellen: Nature 401 , 1035/1036; 1045-1048 (2001); Science 292 , 743/744 (2001); The Lancet 356 (2000).



    9. Mai 2001
  • RE: Penicillin-Impfung?

    17.12.2001, Friedrich Rückert
    Die Überschrift ist in doppelter Hinsicht falsch
    "Entstehung von HIV"
    "Impfung"
  • Voll daneben

    14.12.2001, Torsten Lange
    Puh! 10% Fehlerquote beim Geschlecht? Hier fehlt wohl eine Angabe zu Entscheidungszeit oder Alter. Die Erkennungsrate des Menschen bei Babys duerfte wahrscheinlich gegen Null gehen. Wenn man so auf 10% kommt...
  • RE: Penicillin-Impfung?

    14.12.2001, Antje Findeklee, Redaktion
    Sehr geehrte Frau Paulus,

    hoppla, da ist uns ein Fehler durchgerutscht. Mit Penicillin kann man natürlich nicht impfen, es ging um eine flächendeckende Behandlung von Infektionskrankheiten.

    Danke für den Hinweis!

    Mit freundlichen Grüßen

    Antje Findeklee, Redaktion
  • RE: RE: Schlichtheit siegt!

    13.12.2001, Tanzbea
    Die Amerikaner erfinden echt für alles einen Feierungsgrund. Sehr kreativ muss man ihnen lassen. Aber die Seite is echt toll!!!
  • Penicillin-Impfung?

    13.12.2001, Jutta Paulus
    Also, dass mit Penicillin geimpft werden kann, ist mir wirklich neu.
    Habe ich da im Pharmazie-Studium was verpasst?!!
    Spaß beiseite, der Übertragungsweg scheint mir zwar plausibel,
    aber warum sollte das SIV ausgerechnet dadurch anfangen zu mutieren?
    Ungeschützten Geschlechtsverkehr hat er mit Sicherheit auch in den
    50er Jahren schon gegeben, und damit auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch.
  • RE: Schlichtheit siegt!

    13.12.2001, Karl Bihlmeier
    Dem ist praktisch nichts hinzu zu fügen. Formal wie ästhetisch auch heute noch eine Perle im Gestaltungsoverkill ;-)
  • Penicillin-Impfung

    13.12.2001, J. Andresh
    Ich bin ja nun kein Arzt, aber wie kann mit Penicillin eine Impfwirkung erreichen? Muss da nicht der abgeschwächte oder leicht veränderte Virus gespritzt werden, um die Bildung von Antikörpern zu aktivieren?
  • HI-Viren gab es schon früher

    13.12.2001, Mag. Dipl.Ing. Wilhelm Horak
    Meines Wissens hat man HI-Viren in Präparaten von Menschen gefunden, die vor 1950 verstorben sind.
    Ich meine mich an eine Meldung erinnern zu können, in der u.a. von einem 1927
    in Großbritannien verstorbenen Seemann gelesen zu haben.
  • Schlichtheit siegt!

    13.12.2001, Christian Günther
    Da sollte sich manch Webdesigner eine "Seite" von abscheiden, in der Einfachheit liegt die Raffinesse!
    Das vermeidet unnötiges Suchen und Fluchen!
  • Hallo ihr Biofreunde

    11.12.2001, HALLO
    Ich will bilder sehen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
  • RE: Fehler ?

    11.12.2001, J. Schüring
    Sehr geehrter Herr Bednarik,


    ... oh ja, es soll! Das Maunder-Minimum dauerte in der Tat von 1645 bis 1715. Danke für den Hinweis.


    Mit freundlichen Grüßen


    J. Schüring, Redaktion

  • Fehler ?

    11.12.2001, KARL BEDNARIK

    Sollte :

    "von der Mitte des 16. Jahrhunderts an"

    nicht heißen :

    "von der Mitte des 17. Jahrhunderts an"

    ???
  • RE:macht die augen auf das sind keine Kraken

    09.12.2001, ken aus berlin
    falsche bilder
  • RE: Elektrische Energie aus Wärme: Wirkungsgrad

    09.12.2001, bop
    EFFICIENT CONVERSION OF HEAT TO ELECTRICITY WITH THERMAL DIODES

    Two physical effects that improve the efficiency of a thermoelectric material for converting heat into electricity were reported by P. L. Hagelstein and Y. Kucherov. When a temperature gradient is placed across a thermoelectric material, an open-circuit voltage is induced which is proportional to the material thermopower. A highly doped emitter layer added to the high-temperature side of a weakly doped thermoelectric material (creating a thermal diode) was found to increase the open-circuit voltage by as much as a factor of 2.8 due to a thermionic injection effect. This effect was observed in indium antimonide devices and in mercury cadmium telluride devices. An addition open-circuit voltage increase was observed following the introduction of a compensation layer near the cold-side contact. This effect is attributed to a blockage of the ohmic return current that balances the internal forward thermoelectric and thermionic currents under zero-current conditions. This effect was seen to increase the voltage by about 50%. These two mechanisms can be used to greatly increase the efficiency of energy conversion.

    Research on thermoelectric energy conversion generally has focused on finding or developing materials with a large Seebeck coefficient, high electrical conductivity, and low thermal conductivity. The new results indicates that the performance of a good thermoelectric semiconductor can be greatly enhanced by the addition of emitter layers and compensation layers, so that the resulting conversion efficiency is no longer limited in the same way by the material parameters. For example, an enhancement of the effective figure of merit for Hg.86Cd.14Te in one experiment was about a factor of 8 above the thermoelectric result, and is due to thermionic injection.

    The ideas behind the thermal diode come from a variety of disciplines. Vacuum thermionic converters can be very efficient, but require temperatures on the order of 1000 ºC at the hot side to obtain significant thermionic currents. Using a solid state implementation of the basic scheme provided a way to maintain the good features of the vacuum thermionic scheme, while lowering the operating temperature, since the work function could be made to be much less, as was proposed by Gerald Mahan. In earlier work, strong thermionic effects were noted when the electron transport was ballistic, as in the vacuum thermionic case. In the thermal diode, the electron transport is ballistic across a narrow potential barrier, but diffusive across the semiconductor gap region. This makes for a much more practical implementation. The notion that the ohmic return current could be blocked comes originally from the ideas behind the Ebers-Moll model for the bipolar junction transistor.
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