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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 1

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Jagd

    19.01.2019, Torben Bergmüller
    Mal abgesehen davon, daß heute jeder die Studie bekommt, mit der er sein Weltbild stützen kann, scheint die wichtigste Aussage immer zu sein: die Jagd durch Menschen ist nie eine Lösung. Es ist nur so, euer heiliger Wolf, wird euch die invasiven Neozoen nicht vom Hals schaffen. Der schafft nicht mal beim Thema Schwarzwild genügend Freiraum.
  • Kälter in den Schweizer Bergen

    19.01.2019, Chrigel
    Lieber Herr Frey
    Danke für Ihren Beitrag. Allerdings frage ich mich, warum Sie Stefan Bader nicht zitieren? „Besonders ausgeprägt in den Schweizer Bergen über 1600 m.ü.M.. Dort sanken in den letzten 20 Jahren die Durchschnittstemperaturen im Winter um 2.4 Grad“.
    Das sieht doch nach einem Trend aus und bestätigt die Daten von Günther Aigner. Grüsse Chrigel
  • Ein klares NEIN!

    17.01.2019, Dr. Armin Quentmeier
    „Können Wölfe und Schafe nebeneinander leben?“ Nein, das können sie nicht – und daher hat der Wolf in unserem Land nichts zu suchen. Unsere Altvorderen wußten genau, was sie taten, als sie die Wölfe in Deutschland ausgerottet hatten. Und hat das Eliminieren eines Raubtiers, das für viele Tierhalter eine existentielle Bedrohung bedeutet hat, dem Land und dem Ökosystem geschadet? Wiederum ein klaren „Nein“: Deutschland ist 150 Jahre ohne Wölfe gut gefahren. Die Viehzucht konnte sich nun völlig ungestört entwickeln und kein Ökosystem ist zusammen¬gebrochen, kein sonstiger Schaden wurde festgestellt. Bitte nicht vergessen, besonders wenn Vergleiche z. B. mit den USA angestellt werden: unser Land ist dicht besiedelt (230 Menschen auf einem km²); USA: 33 Einwohner/km²) und die Nutztierdichte ist immer noch hoch. In einer solchen Situation braucht bis auf ein paar Wolfsromantiker und überspannte Naturschützer niemand den Wolf und daher sollte eine weitere Ausbreitung mit allen Mitteln verhindert werden. Leider versagt hier wieder einmal die Politik auf der ganzen Linie, denn eine solche Forderung ist nur von Politikern mit gesundem Menschenverstand zu erwarten, also in der gegenwärtigen Lage nicht zu erhoffen. Da wird von „Wolfsmanagement“ geredet; es gibt „Wolfsberater*innen“; da soll mehr Akzeptanz für den Wol erreicht werden es wird gerne von „Herausforderungen“ gesprochen, die der Wolf mit sich bringt. Das ist doch nur sinnfreies Dummgebabbel, das aber für immer mehr Nutztiere zu einem qualvollen Ende führt. Bei lebendigen Leib von Wölfen zerrissen zu werden – wo bleibt eigentlich da der Tierschutz?
    Es sollte in unserem Land nicht einzelne wolfsfreie Zonen geben – das ganze Land sollte wolfsfrei sein und die beste Form des „Wolfsmanagements“ ist: Feuer frei, bis das ganze Deutschland wieder wolfsfrei ist. Das ist die beste Form des „Wolfsmanagements“ und die billigste und die vernünftigste!
  • Wölfe, nein danke!

    16.01.2019, Juergen Schulz
    Diese massive Bedrohung, kein Kind ohne Erwachsenen, traut sich in den Wald, wird solange verharmlost und von Ideologen ignoriert, bis ein Mensch angefallen oder getötet ist. Der Wolf mag noch so harmlos sein, wenn er sich oder das Rudel sich in Gefahr sieht, greift er an. Dann ist natürlich die Person, oder Kind, selber Schuld, was sucht sie auch im Wald, im Revier des Wolfes. Bei der Beute, die der Wolf mach , gerät er in Blutrauch und tötet wahllos nahezu alle Tiere, auf der Weide oder in frei lebende Herden. Kein Mensch traut sich die Wahrheit über diese Killer zu äußern, er würde ja den ideologischen Mainstreamverlassen und von gestern sein. Habe solche Gespräche bei Treffen oder Parties erlebt. Sofort wird de Kritiker ins rechte Eck oder Naturgestrig eingestuft und die Diskussion ist abgewürgt. Wozu brauchen wir solch Tiere die keine natürliche Feinde haben oder deren Population ausufern soll. Klare Aussage, Wölfe haben in unserer Region nicht zu suchen.
  • Jagd auf Wölfe

    16.01.2019, Christian Czudai
    ....die Tiere werden nicht "entnommen", sondern erschossen oder getötet!
    Kein Wolf wird solange warten, daß ihn ein Jäger per Hand "entnehmen"
    kann.
    s.Duden "Das Bedeutungswörterbuch"
  • Warum können indische Völker mit Tigern leben…

    16.01.2019, Dieter Meinert
    afrikanische Völker mit Löwen, und dabei Weidetiere wirtschaftlich halten, aber deutsche Völker nicht mit Wölfen?
    Der Wolf ist, wie vor allem das Beispiel Yellowstone zeigt, ein wichtiger Regulator im Naturhaushalt, auch für den Tier- und Pflanzenschutz. Dies können Menschen nicht alleine wettmachen, selbst bei exzessiver Bejagung von Rotwild oder Schwarzwild. Die Schäden in unseren Wald- und Naturschutzgebieten durch ebendieses WIld lassen sich durch eine ausgewogene Anzahl Wölfe (die sich von selbst einstellen wird!) sehr kostengünstig vermeiden.
    OK, da müssen ein paar Jäger vielleicht mit geringerer Beute auskommen, für viele dürfte aber auch dies billiger sein als bisher.
    Herdenschutz wird vielleicht etwas teurer, aber das meiste Fleisch kommt sowieso aus Ställen, da verschmerzen die Verbraucher etwas höhere Preise für Weidehaltung auch, vor allem mit dem guten ökologischen Gewissen.
  • Netter Artikel, aber ausbaufähig

    15.01.2019, Harald Müller
    Ein wichtiger Grund für das Misstrauen wird nicht genannt: Das ewige Schönreden von Seiten der Politik und der sogenannten Wolfsexperten.

    Zuerst hieß es, der Wolf wäre so scheu, dass eine Sichtung einem Sechser im Lotto gleich käme. Ein einfacher Weidezaun würde als Herdenschutz ausreichen. Nutztiere würden eigentlich eh nicht in sein Beuteschema passen. Mit jeder Sichtung, jedem Riss wurden diese Schreibtischweisheiten angepasst. Die notwendige Zaunhöhe wurde dezimeterweise nach oben gesetzt und die notwendige Anzahl der Stromlitzen vergrößert. Mal war Flatterband das Allheilmittel, dann ein Esel in der Herde (ein vierbeiniger; nicht der Schäfer!). Ein Herdenschutzhund sei Ultima Ratio. Irgendwann sollten es dann doch besser mehrere sein...
    Was soll man bei so einer Salamitaktik noch glauben?

    Auch dass die schweizer Herdenbesitzer den Wolf eher akzeptieren als die deutschen, möchte ich bezweifeln.
    Vermutlich wird auch in der Schweiz keine durch den Stress eines Wolfsangriffs verursachte Fehlgeburt kompensiert, oder ein verschollenes Tier? Was ist, wenn ein ehemals wertvolles Zuchttier sich nach dem Angriff nicht mehr zur Zucht eignet, also den Großteil des immateriellen Wertes einbüßt? Auch Tiere sind nur Menschen und können sich ein dauerhaftes Trauma einfangen...

    Und auch in der Schweiz haftet vermutlich der Herdenbesitzer für seine Herde? Wenn also eine verstörte Herde ausbricht und z.B. einen Verkehrsunfall verursacht, ist er in der Pflicht. Soll er doch nachweisen, dass die Ursache Höhere Gewalt durch den Wolf war. Kann er nicht? Sein Pech, möglicherweise auch StGB-bewehrt: Wie wäre es mit Körperverletzung? Oder gar mit Körperverletzung mit Todesfolge? Juristen sind da nicht zimperlich. Und selbst wenn man Justitia von der Waage springen kann: Möge doch mal einer den Landrückentunnel-Schäfer fragen, wie sich 10 Monate staatsanwältliche Ermittlungen auf die Psyche auswirken:
    http://www.fr.de/panorama/ice-unglueck-verfahren-gegen-schaefer-eingestellt-a-1120400

    Vielleicht ist die Akzeptanz in der Schweiz aber wirklich höher? Immerhin ist dort das Waffengesetz wesentlich liberaler. In Osteuropa funktioniert die unbürokratische Selektion der Wölfe auf Scheuheit ja auch schon seit Jahrhunderten: Lässt sich ein Wolf in der Nähe einer Herde blicken, ist er tot. Ganz ohne Antrag, politische Diskussion und Facebookshitstorm. Die scheuesten Tiere überleben und geben ihre Angst vor dem Menschen an die Nachkommen weiter. So wie es sein solle!

    Schießen, Schaufeln, Schweigen. Immer noch die beste Taktik für eine möglichst konfliktlose Koexistenz von Mensch und Wolf. Nur nicht in Deutschland...
  • Genauerer Blick tut not

    15.01.2019, Peter Fröhlich
    >>Auch wenn man ein einzelnes Extremereignis wie das trockene Jahr 2018 noch nicht direkt auf den Klimawandel zurückführen kann[...]<<

    Sie haben es eh schon erkannt. Und dass sich die Trockenheit regional so unterschiedlich bermerkbar gemacht hat, dass man kaum von "dem" Alpenraum im Allgemeinen sprechen kann.
    Ansonsten tendendziell zustimmend.
  • Es gibt kein Schweizer Modell

    15.01.2019, Antti Vaskulainen
    Diese im Artikel als Schweizer Modell bezeichnete Weidetierhaltung war und ist in Osteuropa und einigen wenigen westeuropäischen Ländern (Frankreich, Italien) Usus bevor es Wölfe in nennenswerter Zahl in der Schweiz überhaupt erneut gab (Eigenerfahrung nach Reise in Rumänien, Slowakei und Polen in den Jahren 2000/2001). Richtig wäre hier allein von einer "traditionellen Weidetierhaltung" zu sprechen und ggf. zu erwähnen, dass diese Form der Weidetierhaltung in Osteuropa (wie auch Frankreich) nie aufgegeben wurde und dort erfolgreich das Zusammenleben von Wolf und Schaf ermöglicht, was von der Schweiz und anderen westeuropäischen Ländern, in denen der Wolf erfreulicherweise erneut auftaucht, kopiert wird/wurde.
  • Wölfe sind auch nur Lebewesen

    15.01.2019, Peter Ehritt
    Wölfe sind faszinierende Tiere .
    Sie müssen nur unter Kontrolle bleiben.
    Es werden soviel Steuergelder verschwendet,warum nicht für den Wolf sinnvoll genutzt. Ich könnte ein Roman schreiben. Lasst den Wolf leben..
    Mfg Peter E.
    .
  • Ist Deutschland das einzige Volk, welches nicht mit Raubtieren leben kann?

    15.01.2019, Nathalie Winter
    So langsam wird es peinlich....die ganze Welt lebt mit Raubtieren, nur wir Deutschen können das nicht? FALSCH: Die Deutschen WOLLEN DAS NICHT! Und warum nicht? Weil sie sich umstellen oder gar einschränken müssten. Dabei wäre es so einfach:
    1. Informiert Euch erstmal genau über das Wesen Wolf, den Europäischen Wolf und das ist wichtig dabei. Es ist wichtig zu wissen, dass er gerne Mal nachts durch die ruhigen Dörfer läuft, einfach um abzukürzen. Warum soll er darum herumlaufen, wenn alles ruhig ist? Und er greift dann auch niemanden an, der gerade vom saufen kommt. Dazu ist er viel zu scheu!
    2. Nehmt das Beispiel der Völker an, die seit Jahrhunderten mit Raubtieren und arbeitet mit Herdenschutzhunden. Diese Hunde schützen zuverlässig jede Herde. Die Anzahl richtet sich nach der Herdengröße.
    3. Auch in Amerika leben Rudel in Dorf- und Campingplatznähe. Und das ohne jeden Tag Kinder zu fressen.
    Mir ist bewusst, dass der Wolf kein Kuscheltier ist. Aber ist auch nicht die Bestie, als die überall dargestellt wird. Meiner Meinung nach würde sich die Massenpanik, die sich hier langsam ausbreitet überflüssig und mit mehr Hintergrundwissen zum Thema Wolf würde sich alle wieder etwas beruhigen.
    Er ist ein hoch soziales Lebewesen, an dem wir Menschen uns Mal eine Scheibe abschneiden könnten, gerade was die Jungtieraufzucht und Kranken- bzw. Altenpflege angeht.
    Die ganze Welt lacht über Euch, dass Ihr wegen ein paar Wölfen ängstlich nach Abschuss schreit. Da können Euch Wildschweine gefährlicher werden!!
    Und das Argument mit den Kindern, die ja nun angeblich nicht mehr im Wald spielen können ist das witzigste überhaupt. Eure Kinder wissen seit Jahren nicht mehr, wie man im Wald spielt, weil sie nur vor dem PC oder der Playstation sitzen!!!!
  • Bierschnegel in Oberhausen

    15.01.2019, Jens Staszyk
    Nicht nur Hamburg und Berlin sind Bierschnegel-Städte.
    2016 habe ich den "Fund" einer Bierschnegelpopulation in meinem Garten, an Dr. Andreas Pardey gemeldet.
    Anhand meiner Fotos konnte er bestätigen, dass es sich tatsächlich um Bierschnegel handelt.
    Inzwischen sollte der Standort dieser Population, in der Datenbank der Schnecken und Muscheln in NRW dokumentiert sein.
    Faszinierende Tiere- die übrigens keine "Schädlinge" sind, sie ernähren sich hauptsächlich von verrottendem Pflanzenmaterial und plündern Nacktschneckengelege, was den Schnegel zu einem gern gesehenen Nützling im Garten macht, genau wie den weiter verbreiteten Tigerschnegel.
    Gerne sende ich ihnen Fotos
  • Wer sind die Autoren?

    14.01.2019, Thomas Sattler
    Der Rezensent wird zweimal genannt, die Autoren des besprochenen Buches allerdings nicht.
    Stellungnahme der Redaktion

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    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.

  • Das ist nicht alles!

    09.01.2019, Ludwig Briehl
    Ein zusätzliches Problem des Journalismus sehr ich darin, dass gelenkt von Erziehungseifer und "Haltung zeigen", unliebsame Themen, die nicht dem Mainstream entsprechen, ausgeblendet werden. Es ist z.B. möglich, Kernkraftwerke (4. Generation) zu bauen, bei denen Unfälle wie in Fukushima oder Tschernobyl grundsätzlich ausgeschlossen sind. Das sind Reaktoren, die sich bei einem Ausfall der externen Stromversorgung eigenständig stabilisieren. Eine Kernschmelze ist dabei naturgesetzlich ausgeschlossen, sodass es niemals eine Freisetzung von radioaktiven Stoffen geben kann. Wer berichtet darüber? Es wird nur einseitig über regenerative Energien berichtet, als seien die jemals in der Lage unseren Energiebedarf grundlastsicher zu decken. Der einseitige Hype um den Klimaschutz wird bedenkenlos angefeuert. Uniso wird publiziert, die Kohlekraftwerke umgehend zu schließen. Schlüsselt man jedoch den deutschen CO2-Ausstoß von 2,23 % auf, trug die Stromproduktion 0,83 % zum Ausstoß bei. Wenn also alle unsere konventionellen Kraftwerke, insbesondere die in letzter Zeit täglich von den interessierenden Medien in der Öffentlichkeit verunglimpften Braunkohlekraftwerke abgeschaltet werden würden und unsere gesamte Stromerzeugung nur noch aus regenerativen Quellen erfolgte, würden die weltweiten Emissionen um gerade einmal 0,83% sinken, was von China jedoch sofort wieder mehr als kompensiert wird.
    Wer unter diesen Umständen ernsthaft die Meinung publiziert, dass Deutschland durch die Stilllegung der Braunkohlekraftwerke einen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz leistet, lebt fernab jeder Vernunft, jeder Realität.
  • Nicht so einfach verständlich

    07.01.2019, Dr. Werner Grambihler
    Sehr geehrte Redaktion,

    leider ist das Buch von Frau Zuboff nicht so einfach verständlich, wie Sie suggerieren. Erklärende Bespiele für den Normalverbraucher waren wohl aus dem akademischen Olymp nicht möglich. Das ist schade und wird bei einigen Lesern Frust und Enttäuschung hinterlassen. Einer an sich wünschenswerten weiten Verbreitung ist das nicht zuträglich.