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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 13

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Angeboren?

    06.05.2018, David Marjanović
    Ich frage mich, wie weit die Angst vor Schlangen bei Menschen tatsächlich verbreitet ist. Mir scheint sie komplett zu fehlen. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass mir die Angst vor Spinnen, die im westlichen Kulturkreis sehr häufig, sonst aber eher unbekannt ist, ebenfalls fehlt. Dabei ist es aber nicht so, dass ich gar keine irrationalen Abneigungen hätte; in einem Raum voller Walzen"spinnen" oder Geißel"spinnen" möchte ich wirklich nicht sein, obwohl ich noch nie eine gesehen habe, die nicht hinter Glas war.

    Dass Hunde vom Geruch von Klapperschlangen geradezu angezogen werden (statt sich einfach nur nicht zu fürchten), ist schon verwunderlich, kann aber Zufall sein: die meisten amerikanischen Hunde stammen natürlich von europäischen ab, und Klapperschlangen gibt es nur in Amerika. Eurasische Wölfe waren also nie unter Selektionsdruck, auf Klapperschlangen irgendeine bestimmte Reaktion zu entwickeln. Vielleicht riechen Klapperschlangen zufällig wie irgendetwas Anderes?
  • Worin liegt die Aussage?

    06.05.2018, Ira K.
    Wer einen Hund hat und schon einmal einer Schlange begegnet ist, wird berichten können, dass Hunde sehr wohl Angst vor Schlangen haben, zumindest traf das auf meinen zu. Als beim Spazierengehen einmal eine Ringelnatter quer ausgestreckt über dem Weg lag, hatte er furchtbare Angst und lieber einen Umweg durchs Dickicht in Kauf genommen, statt wie ich einfach über das Tier drüber zu steigen.
    Die Studie berichtet nur von der angeblichen Attraktivität des Geruchs einer Schlange. Wurde das an Menschen auch getestet? Ist jetzt nicht ganz ernst gemeint, aber womöglich fänden sogar Menschen den Geruch des Schlangengifts attraktiv, immerhin mögen sie auch Duft von allerlei anderen seltsamen Kreaturen.
  • was sind "einfache" Menschen?

    05.05.2018, Mein Name
    "Oft bleibt den einfachen Menschen keine Alternative, als Baumaterial oder Brennholz aus den zahlreichen Naturschutzgebieten zu stehlen."
    Was sind einfache Menschen? Vielleicht das Gegenteil von den komplizierten Menschen? Sind die komplizierten die, die immer Probleme haben? Oder heißt einfach: Umriß, kein Inhalt? Oder dumm? Oder für Sie als Beurteilendem aus der Ferne der (ethnischen) Distanz einfach zu verstehen? Sind Sie dann ebenfalls einfach (nichts für ungut, ich mein ja nur, weil man dann wohl so ähnlich tickt)? Haben die einfachen Menschen keine Vorstellung von Moral und Anstand und stehlen daher Holz? Sind die einfachen Menschen vielleicht diejenigen, die als Großgrundbesitzer Urwälder abholzen?
    Ich verstehe es nicht. Bin wohl auch nur ein einfacher Mensch, eben aus der Kategorie der Unverständigen. Ist das jetzt besser oder eher nicht so gut? Warum eine Dichothomie aufstellen?
    Ja, ich weiß, der Artikel ist schon älter. Mein Anliegen bleibt aber vermutlich noch lange Zeit aktuell, daher darf es an dieser Stelle ruhig noch einmal aufscheinen.
  • KI arbeitet wie das Gehirn?

    05.05.2018, Michael Wagner
    Das menschliche Gehirn neigt dazu Muster zu sehen wo keine sind. Besteht diese Gefahr auch bei einem solchen Mustererkennungsverfahren?
    Stellungnahme der Redaktion

    Ich kann das nicht sicher beantworten. Intuitiv würde ich aber sagen: Vermutlich schon. Fragt sich nur in welchem Ausmaß - und ob das ein Problem ist. Schließlich würde man solche Fälle bei der Analyse mit klassischen Verfahren wohl entdecken.

  • Wann es sich lohnt pessimistisch zu sein

    05.05.2018, Dr. Karl Bentele
    „Wir schaffen das“ ist nur das abgewandelte „Yes we can“
    Wie viele Juden wären gerettet worden, wenn nicht alle Länder sich so vehement gegen eine Aufnahme gestemmt hätten. Was die Administration angeht, hätten wir ebenfalls aus unserer Geschichte lernen können.
  • Populismus?!

    04.05.2018, Herr Schrader
    Der Artikel ist im Kern interessant. Doch heiß war im April das Wetter nicht! 12 Grad sind doch nicht heiß! Heiß sind 40 Grad... In Deutschland wird es im Gegensatz zum allgemeinpopulistischen Gejammer praktisch nie heiß, bestenfalls an 2-3 Tagen pro Jahrzehnt. Bitte nicht den unerträglichen Unsinn von der Straße ins Wissenschaftsmagazin kippen.

    Außerdem: seit wann folgt auf Winter gleich Sommer? Erstmal kommt der Frühling, den der April ja nun endlich gebracht hat. Sommerlich war der aber nocht nicht, auch wenn sommerlicher Wetterstrukturen hinter der Frühlingswärme stecken mögen.
  • Klimawandel im Südpolarmeer wirklich so stark entgegengesetzt dem im Nordpolarmeer?

    04.05.2018, Steffen Seidel
    Am Ende des Artikels steht: << Und die Tiere könnten vom Klimawandel profitieren, weil die Zahl der meereisfreien Tage etwa an der Antarktischen Halbinsel um 80 zurückgegangen ist. >> - Ist die Zahl der meereisfreien Tage entgegengesetzt der im Nordpolarmeer tatsächlich um 80 zurückgegangen (mehr Eis) oder hat sie zugenommen (weniger Eis)?
    Stellungnahme der Redaktion

    Danke für den Hinweis - am Ende der Woche hat mein Gehirn da wohl eine Wendung zu viel genommen... Die Zahl der Tage ohne Meereis hat natürlich um 80 zugenommen, die Meereisbedeckung abgenommen. Ich habe den Fehler korrigiert.

    Daniel Lingenhöhl

  • Haben Hunde eine ganz andere Nervenverschaltung als Menschen?

    04.05.2018, Steffen Seidel
    Im Artikel schreiben Sie: >> Studien haben gezeigt, dass die Vierbeiner nach Gefahr riechende Substanzen mit dem rechten Nasenloch – und dementsprechend primär mit ihrer rechten Gehirnhälfte – erschnuppern.<< - Bei einem Menschen sind die Sinnesorgane auf der rechten Seite mit der linken Gehirnhälfte verknüpft. Ist das bei Hunden anders? Oder der Absatz etwas zu schnell geschrieben?
    Stellungnahme der Redaktion

    Lieber Herr Seidel,

    nein, das ist schon korrekt so. Anders als bei anderen Sinnessystemen wird der Geruch auf derselben Seite verarbeitet, auf der er aufgefangen wurde - auch bei Menschen übrigens.

  • Re: Falsche Überschrift

    04.05.2018, H. Meyer
    Als Sommermonat war der April für den Normalbürger vielleicht schön, das war aber auch schon alles. Es wird Zeit für Regen sonst schaut es für die landwirtschaftlichen Erträge eher schlecht aus. Sie blenden die negativen Seiten aber auch komplett aus. Es heißt im Deutschen inzwischen ja auch zu Recht KlimaWANDEL und nicht KlimaERWÄRMUNG. Die Extreme nehmen zu z. B. zu warmer April, viel Niederschlag in kurzer Zeit, lange trockene Kälteperiode im März...
  • Die „Dauerbrenner“ sind für eine sichere Stromversorgung unverzichtbar

    03.05.2018, Dr. Armin Quentmeier
    Der Artikel von Herrn Knauer ist leider voll von Wunschdenken und Überschätzung der erneuerbaren Energien. Zwar wird angedeutet, daß Wind- und Sonnenenergie nicht immer in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen und Speichertechnologien entwickelt werden müssen, aber das Ausmaß dieses Problems wird nicht erkannt oder schöngerechnet.
    Bis zum Beginn der Energiewende war in Deutschland eine Stromversorgung aufgebaut worden, die in punkto Versorgungssicherheit zur Weltspitze gehörte. Einige Dutzend Braunkohlekraftwerke und zur besten Zeit ca. 20 Kernkraftwerke, eben die „Dauerbrenner“, dienten zur Abdeckung der Grundlast, die selbst in Sommer in tiefer Nacht nicht unter 40 Gigawatt (GW) absinkt und im Winter bei ca. 50 GW liegt. 40 GW entspricht 40 der modernsten großen Braunkohlekraftwerke – dieser Strom wird rund um die Uhr gebraucht, 24 Stunden. Zu den Spitzenzeiten – morgens, mittags und abends steigt die maximal benötigte Leistung (Spitzenlast) auch im Sommer auf 75 bis 80 fast so wie im Winter. Zur Abdeckung der Mittel- und Spitzenlast dient ein ausgefeiltes System aus Steinkohlekraftwerken, die schneller als Braunkohle- und Kernkraftwerke hoch- und wieder heruntergefahren werden können. Dazu kommen noch Gaskraftwerke und Pumpspeicherkraftwerke, die starke Schwankungen minuten- ja sekundengenau ausgleichen können. Alle diese Kraftwerke können völlig unabhängig von Wind und Wetter betrieben werden!
    Durch die massive Subventionierung der „erneuerbaren Energien“ Wind, Sonne und Biomasse wird die bisherige Stromversorgung in immer stärkerem Masse gestört, weil der Strom aus „Erneuerbaren“ immer bevorzugt abgenommen werden muß: also der unzuverlässigste Lieferant hat immer Vorrang, und das noch zu besten, garantierten Preisen! Das ist nicht nur Energie-Planwirtschaft in Reinkultur, sondern führt langfristig zum Verschwinden der Grund- und Mittellast-Kraftwerke, also der „Dauerbrenner“, weil sich deren Betrieb unter solchen Bedingungen nicht mehr lohnt. Allerdings sind die Grundlast-Kraftwerke bitter nötig, denn für jedes GW installierte Leistung von Wind- und Sonnenkraftwerken muß ein GW Stromerzeugungskapazität und Kern- oder Kohlekraftwerken als Reserve bereitstehen. Oft genug weht stunden- oder gar tagelang kein Wind und größere Mengen an Strom können nicht gespeichert werden!
    Zwei Beispiele der letzten Tage: am 1. Mai lag der Stromverbrauch um 13°° bei 62,4 GW, davon aus Erneuerbaren Quellen 58,4 GW, das entspricht beachtlichen 93,6%. Nur acht Stunden, um 21 Uhr, später lag der Stromverbrauch bei 51,96 GW – und die „Erneuerbaren“ lieferten nur noch 20,97 GW, also nur noch 40,3 %. Der starke Abfall der Leistungsabgabe von Wind- und Sonnenstrom innerhalb von acht Stunden um 31 GW, entsprechend der Leistung von 31 großen modernen Braunkohlen- oder Steinkohlenkraftwerken, muß natürlich durch ebendiese konventionellen Kraftwerke kompensiert werden, denn solche Strommengen können nicht mal ansatzweise aus Speichern bereitgestellt werden. Diese ständigen, mittlerweile fast täglichen „Lastwechsel“ belasten die „Dauerbrenner“-Kraftwerke übermäßig und die Anlagen verschließen viel schneller als im normalen, bis vor gut 10 Jahren üblichen Betrieb.
    Fazit: Die Energiewende macht die für eine hochentwickelte Volkswirtschaft absolut lebensnotwendigen Grundlast-Kraftwerke, die „Dauerbrenner“, unwirtschaftlich und verschleiß die Anlagen viel schneller. Und das Ganze ist letztlich ohne nennenswerten Effekt auf die CO2-Emissionen in Deutschland, denn gebracht hat die „Energiewende“ für unser Land praktisch nichts! Eine nennenswerte Reduktion der Treibhausgase ist nicht erfolgt.
    Dazu gab es vor einigen Monaten einen interessanten Artikel auf „Spiegel online“ vom 16. März 2017 („Problem Erderwärmung - Adieu Klimaziel“): in 2009 lagen die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland bei 907 Millionen t., 2016 bei 906 Millionen t -ein kaum meßbarer Effekt der Energiewende, obwohl von 2009 bis 2016 die installierte Windkraftleistung um 80 % gestiegen ist und mittlerweile 28.000 Windmühlen unser Land von der Nordsee bis zum Alpenrand verschandeln. Die installierte Leistung für Solarstrom hat sich in dieser Zeit sogar vervierfacht – alles für die Katz! Aber die Subventionen für Strom aus Wind, Sonne und Biomasse betragen mittlerweile 25 Milliarden Euro. Das heißt, wir dürfen die Zerstörung der Grundlast-Stromerzeugung auch noch mit irrsinnigen Summen selbst bezahlen. Ein Industriestaat schafft sich ab!
  • Also doch eine Scheibe

    03.05.2018, Manuel
    Bei "gerade Strecke" musste ich doch erstmal an "Flache Erde" und so denken ;-)
  • Stichwort "Placebo"

    03.05.2018, Thomas Pruß
    Wie die Autorin, so teile ich mit ihr ebenfalls eine gewisse Abneigung gegen homöopathische Mittel. Einerseits.
    Andererseits sind diese Mittel in ihrer Wirkung oft mit der von Placebos zu vergleichen. Und da bin ich der Überzeugung: Wenn es heilt, ist es in Ordnung!
    Dass der Patient für diese Mittel recht viel bezahlen muss, steht auf einem anderen Blatt. Fast!
    Denn: Je teurer ein homöopathisches Medikament ist, desto schneller wirkt es.
    Was ich komplett ablehne: Homöopathie als allein seligmachende Therapieform anzupreisen. Denn das kostet im Ernstfall Menschenleben…
  • Mehr Daten und Fakten

    03.05.2018, Kathi Wachsmuth
    Sehr guter Artikel von Frau Grams. Ich rege eine spezielle SPEKTRUM Ausgabe zu den Studien über die Sinnhaftikgkeit von medizinischen Behandlungsmethoden im Vergleich zu den Leistungen unseres Immunsystems bzw. zu altbewährten Hausmitteln an. Auch wenn ich im Zweifel immer auf den Arzt meines Vertrauens hören würde, wäre eine ausgewogene Aufklärung äußert interessant und zudem wohl auch nötig.
  • Der Hund .. das Rudeltier

    03.05.2018, carten
    vielleicht kann eine Giftschlange einen Hund betäuben oder vergiften oder in einen Rauschzustand versetzen, aber die anderen Hunde des Rudels werden dann wohl die Schlange , wenn ihr Gift verbraucht ist, einfach gegessen haben ... Im Endeffekt wird wohl immer das Hunderudel gegen die Schlange gewinnen. Katzen dagegen sind ja außer den Löwen eher weniger Rudeltiere ..
  • Titel

    03.05.2018, Merdaaccidit
    Wäre als Titel die Frage nicht angemessener "Warum haben Hunde keine Angst vor Schlangenduft?"? Denn die Studie scheint ja höchstens zu belegen, dass Hunde keine Angst vor dem Geruch der Schlangen haben. Eine Biologin sagte mir mal, dass Zischlaute bei allen Säugetieren mit Angst verbunden ist (Fluchtreaktion) und deshalb so viele Hunde darauf reagieren, wenn sein Mensch meint das nachahmen zu müssen. Ob das tatsächlich stimmt, weiß ich nicht. Auf meinen Hund scheint es aber zu zutreffen