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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 14

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Etwas mehr Beachtung schenken, wer die Studien durchgeführt hat

    15.03.2018, Silvia Boller
    Diese Information:
    "Zahlreiche Studien belegen, dass es keinen Vorteil bringt, wenn man gesättigte Fette meidet", sagt Arne Astrup
    stammt von jemanden, der folgenden Disclaimer in seinem Paper veröffentlicht:
    The Department of Nutrition, Exercise and Sports at the University of
    Copenhagen receives research support from numerous Danish and international food companies/organizations, including The Danish Dairy Research Council, Arla Foods AS, and the Global Dairy Platform. AA currently serves as consultant/member of advisory boards for the Global Dairy Platform, USA; McCain Foods Ltd., USA; and McDonald’s, USA. He is recipient of honoraria and sponsorship of congress attendance as a speaker for a wide range of Danish and international concerns.
    Die macht das meiner Meinung nach das Paper unglaubwürdig und riecht nach Lobying. Ich würde mir vom "Spektrum" bessere Recherche wünschen. Es gibt sehr viel Forschung in diesem Gebiet und auch viele (nicht-industrie finanzierte) Ergebnisse, die in eine andere Richtung weisen.
  • Schöner Nachruf...

    15.03.2018, Jasper
    ...aaaaber: "Stephen Hawkings Leben beweist, dass sich der Kosmos nicht um Wahrscheinlichkeiten schert."
    Naja, wohl eher das komplette Gegenteil. Etwas epistemisch rigorosere Untertitel hätte ich vom Spektrum schon erwartet. ;)
    Dennoch ein schöner Nachruf zu einem der großen Populärwissenschaftler. Gerade seine letzten Bemühungen, auf das Risiko unkontrollierter KI-Entwicklung aufmerksam zu machen, zeigten erneut, dass er bis heute ein Vordenker war.
  • Unklarheit des Waagebeispiels

    15.03.2018, Herr Kommentator
    Mir ist das Waage Beispiel und die vom Autoren daraus gezogenen Schlüsse nicht ganz nachvollziehbar.
    Die Waage hat eine Abweichung von 5% also Wiege ich wenn sie 80 zeigt zwischen 76 und 84. Soweit so klar.
    Doch wenn ich mich nochmal wiege und die Waage nun 82 zeigt, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass ich 2 Kilo zugenommen habe.
    Das wäre nur der Fall, wenn die Waage exakt misst und nur die falsche Zahl anzeigt. Ist das das Prinzip, auf dem die Temperaturmessung funktioniert? Weil dann sollte es doch ein leichtes sein die verschiedenen Thermometer auf die selbe Basis zu eichen.
  • *DER* Schild, bitte

    15.03.2018, Martin Lüthi
    Das Schild weist die Richtung, der Schild schützt. Und da der Eisschild aussieht wie ein Schutzschild, oder auch eine Schildkröte, schreibt man hier konsequent die männliche Form.
  • kleine Ergänzung

    15.03.2018, Fritz Kronberg
    .. und wären noch die geschätzt 13 000 zusätzliche Krebsfälle. Wer schätzt da und mit welchen Methoden? Alle diese angeblich zusätzlichen oder verfrühten Todesfälle, die da ständig durch die Presse geistern fallen unter die Kategorie Mißbrauch von Statistik.
  • Nicht relevant ?

    15.03.2018, Aron
    Auch giftiger Abfall hilft bei der Analyse. Und natürlich ist es relevant zu wissen das der Entwickler seit 1992 in den USA lebt und die USA sowie GB damit Zugang zum Wissen und die Möglichkeiten zum Bau haben.
    Es dürfte auch kein Zufall sein das Sergej Skripal ganz in der Nähe 19 km von Porton Down sein Haus für 370000,- kaufte, dort wo chemische Waffen entwickelt werden, von der Orbis Firma ganz zu schweigen.
  • Die Einlagerung von Kohlendioxid ist ein energiepolitischer Irrsinn sondergleichen

    14.03.2018, Dr. Armin Quentmeier
    Die Einlagerung von Kohlendioxid ist ein energiepolitischer Irrsinn sondergleichen
    Die CO2-Abscheidung und -speicherung ( Carbon capture and storage, CCS) ist aus vielen Gründen eine völlig unsinnige Idee, die schnellstmöglich begraben und „endgelagert“ werden sollte, Wiedervorlage bestenfalls am Sankt Nimmerleinstag.
    1. Der Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken sinkt durch die Abscheidung und Endlagerung von CO2 um ca. ein Drittel, von 45-48% auf ca. 30 %. Damit sind die letzten 40-50 Jahre ingenieurwissenschaftlichen Fortschritts zur Verbesserung des Wirkungsgrades von Kraftwerken zunichte gemacht. Das einzige, was dadurch erreicht wird, ist ein schnellerer Verbrauch der Kraftwerkskohle –die zeitliche Reichweite der Kohle würde um ein Drittel schrumpfen.
    2. Die CO2-Mengen, die ein einziges großes Kohlekraftwerk in einem Jahr produziert, beträgt einige Millionen t und allein in Deutschland ( mit einem Anteil von 2,2 % an der globalen CO2-Emission!) beträgt die jährliche CO2-Emission durch Kraftwerke ca. 350 Millionen t. Eine solche Menge jedes Jahr unterirdisch zu speichern, Jahr für Jahr, ist kompletter Irrsinn.
    3. CO2 ist ein Gas, das man nicht einfach und problemlos lagern kann, schon gar nicht in großen Mengen. Es muss, wie in dem Artikel beschrieben, in große Tiefen verpresst und dauerhaft eingeschlossen werden. Verglichen damit ist die Endlagerung radioaktiver Abfälle eine Kleinigkeit: ein großes Kernkraftwerk wie Brokdorf produziert pro Jahr ca. 30 t abgebrannte Brennstäbe; Kohlekraftwerke mit entsprechender Leistung hingegen 10 Millionen t CO2 – ein chemisch stabiles Gas, das nicht zerfällt wie der radioaktive Müll.
    4. Dass CCS auch noch teuer ist, fällt angesichts der angeführten Nachteile schon fast nicht mehr ins Gewicht. Diese Methode kann keine nennenswerte Verringerung der globalen CO2-Emissionen bewirken, sie ist gefährlich und letztlich eine Energieverschwendung sondergleichen.
  • Nicht kalt genug

    14.03.2018, G. Trageser
    Die -182 Grad Celsius können auch nicht stimmen. Denn bei dieser Temperatur ist Stickstoff noch gasförmig. Seine Siedetemperatur beträgt -196 Grad Celsius. Diese Temperatur dürfte auch in den Tanks herrschen.
    Stellungnahme der Redaktion

    Danke für den neuerlichen Hinweis. Ist – auch in Übereinstimmung mit weiteren Presseartikeln zum Thema – entsprechend geändert. Wo nun genau der Wurm drin war, können wir ad hoc nicht prüfen, da das Buch nicht mehr bei uns, sondern beim Rezensenten liegt. In der jetzigen Form sollte die Temperaturangabe aber stimmen.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.

  • Wo ist die dunkle Materie?

    14.03.2018, Martin Piehslinger
    Noch eine laienhafte Frage zur dunklen Materie.

    Wenn die dunkle Materie überall vorhanden ist und sich durch ihre Massenanziehung bemerkbar macht, dann müssten doch auch die Planeten in unserem Sonnensystem zu schnell um die Sonne laufen. Daher müsste man die dunkle Materie aus unserem Sonnensystem verbannen damit sie nur die Galaxien, aber nicht das Sonnensystem beeinflusst.
    Stellungnahme der Redaktion

    Danke für die interessante Frage. Leider ist die Dunkle Materie im Sonnensystem vermutlich zu dünn verteilt, als dass man ihre Schwerkraft bemerken könnte. Diese zeigt sich wirklich nur auf großen Skalen, also wenn es um ganze Galaxien oder Galaxienarme geht. Aber einzelne Teilchen der Substanz müsste man - sofern es sie wirklich gibt und sie schwer genug sind - auf der Erde eigentlich nachweisen können. Schließlich sollten solche Partikel hin und wieder mit Atomkernen zusammenstoßen.

  • Die 11000 Jahre sind auch falsch, ich habe noch mal nachgeschaut, es ist etwa

    14.03.2018, Daniel Schyle
    15000 Jahre her, als sich der Eiskorridor im Laurentinischen Schild öffnet und den Weg nach Süden freigibt. Naia aus Yucatan kenne ich nicht und der Anzick Boy ist tatsächlich etwa 13.000 Jahre alt - das hatte ich falsch in Erinnerung oder habe unkalibrierte und kalibrierte Daten oder vor Chr. bzw. vor heute verwechselt. Man sollte halt immer noch mal nachschauen, bevor man so was schreibt...
  • Unerträglich

    14.03.2018, Dr. Wolfgang Willmann
    Kaum sind elektronische Währungen auf dem Vormarsch, wird überlegt, wie der Staat dabei Gelder für sich abziehen kann. An allen Transaktionen des elektronischen Geldes will er beteiligt werden, um sich wieder neuen Einnahmequellen zu sichern. Hoffentlich gelingt dem Staat dies nicht. Zuviel Gelder werden von Staatsseite für jeden erdenklichen Unsinn ausgegeben. Es ist eine Frechheit, gleich wieder darüber nachzudenken, wie der Staat hier mitverdienen kann. Unser schwer verdientes Geld wird ja nicht nur ein Mal vom Staat besteuert sondern viele Male hintereinander.
    Und dann werden noch die Banken ins Spiel gebracht, die zusammen mit dem Staat durch ihr ewig neues Geld-Drucken ständig die umlaufende Geldmenge erhöhen und so zur Entwertung unseres schwer verdienten Geldes beitragen. Dieser Artikel ist eine bodenlose Frechheit. Und das unter dem Vorwand kriminelle Handlungen zu unterbinden.
  • Komisch

    14.03.2018, Grafoman
    Lieber Herr Fischer, warum schreiben Sie nicht, dass Mirzojanov, einer der Entwickler der Novitschok-Serie seit 1992 in den USA lebt? Und dass die Fabrik in Usbekistan, wo sie produziert wurde, von Amerikanern abgebaut wurde?
    Stellungnahme der Redaktion

    Weil es für die Fragen im Artikel nicht so wahnsinnig relevant ist. Dass die NATO-Staaten ein bisschen was über diese Stoffe wissen, versteht sich von selbst; und die Russen haben bei ihrem Abzug aus Usbekistan keine funktionsfähige C-Waffen-Fabrik zurückgelassen, sondern vor allem giftigen Müll.


    L.F.

  • Niveau einer Wissenschafts-Zeitschrift

    13.03.2018, Jürgen Bühler
    Es ist schön, dass es Zeitschriften gibt, die dem Bürger wissenschaftliche Grundlagen erklären und Zusammenhänge durch fundierte Zahlen transparent machen. Sie sollten nur darauf achten, dass Sie seriöse Autoren gewinnen, die an der Wissenschaft ehrliches Interesse haben. Autoren, die ein ideologisches Ziel verfolgen und auf dem Weg dahin alle wissenschaftlichen Daten so lange verbiegen, bis sie für die eigene Zielsetzung taugen, sollten Sie von Ihrer bisher renommierten Zeitschrift fernhalten. Jeder seriöse Wissenschaftler gibt Zahlen immer mit einem Toleranzbereich an, aber zu behaupten, eine absolute Zahl könne nicht genannt werden, dessen Absicht ist zu offensichtlich. Durch die Messstellenproblematik haben wir bei der Erddurchschnittstemperatur einen sehr großen Spielraum, denn sowohl die Verteilung der Messstellen über die Erde, als auch die in jedem Land anders gehandhabte Auswertung ergibt riesige +- Toleranzwerte. Da die Erde schon immer und auch in Zukunft starken Temperaturschwankungen unterworfen ist, weil das Wetter nun einmal diese Charakteristik aufweist, ist es ja das Glück, dass der Mensch und die Natur in der Lage sind, sich diesen ständigen Veränderungen anzupassen. In den letzten IPCC-Berichten sind sehr viele wissenschaftliche Arbeiten enthalten auch viele rein theoretische Modellrechnungen, aber im Bericht selbst gibt es keine Empfehlung die (unbekannte) Erddurchschnittstemperatur oder eine Differenz nach oben oder unten anzustreben. Diese Empfehlungen sind nur außerhalb der Berichte aufgetaucht und sind rein politisch motiviert, um "etwas zu bewegen".
    Aber nach dem Studium sämtlicher wissenschaftlicher Forschungsarbeiten, die sich mit dem Thema der Temperatursensitivität von Kohlendioxid beschäftigen, gibt es keinen Grund - selbst bei einer Verdoppelung der Anteile in der Atmosphäre - Angst vor einer dadurch ausgelösten Erwärmung zu haben.
    Die serösen Wissenschaftler erkennt man übrigens daran, dass sie Thesen aufstellen und Antithesen zulassen, um dann darüber in Ruhe zu diskutieren. Wissenschaftler, die anderen gleich vorwerfen unseriös zu sein, haben sicher keine guten Absichten!
    Ich hoffe sehr, dass hier die Wissenschaft auch weiterhin dominiert und keine Ideologie die Oberhand gewinnt!
  • Vgl Polonium

    13.03.2018, Simon M
    Erinnert an den Mord von Litwinenko mit 210 Polonium .
    https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Walterowitsch_Litwinenko
  • Wasser und Luft

    13.03.2018, E Ekat
    Niemand kennt die Anzahl der Faktoren, die in das Klimageschehen hineinspielen. Jedes Jahr kommen einige neue hinzu.
    Niemand kennt das genaue Zusammenwirken dieser Faktoren. Wir kennen also nicht nur nicht den genauen Absolutwert der globalen Mitteltemperatur.

    Um einen Austausch des Wärmeinventars der Meere mit der Atmosphäre bennenen zu können müßten wir über ein die Weltmeere umspannendes, 3 dimensionales Netz als Temperatur- Meßsystem verfügen, welches auf ein tausendstel Grad genau messen sollte. Rahmsdorfer wird wissen, warum sich dies so verhält.

    Insbesondere kennen wir also weiterhin keine exakte Mitteltemperatur der Ozeane, damit haben wir keine genaue Ahnung über deren tatsächliches Wärmeinventar, um Abweichungen überhaupt bennenen zu können, es dürften aufgrund der nicht ausreichend genauen Erhebung allenfalls Schätzungen einer Temperatur- Veränderung der Meere zur Hand sein. Der Globus verfügt über wesentlich mehr Wasser als Luft, zudem speichert Wasser mehr Wärme als Luft.

    Hoffen wir also, daß nicht die Meere die wenigen tausendstel Grad an die Atmosphäre abgegeben haben, die - aus welchem Grunde auch immer - als Erklärung einer Erwärmung mehr als hinreichend sind.