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Lesermeinungen - Spektrum der Wissenschaft - Seite 5

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Plastik versus Papier

    14.05.2018, Juan
    Der Autor hat sehr gut das Thema umrissen und mir gefällt auch der Hinweis am Ende, dass es natürlich nicht nur bei Plastiktüten bleiben sollte.
    Aber dann sollte man auch die Papiertüten genauso besteuern. Sonst haben wir in ein paar Jahrzehnten vielleicht noch Rohöl, aber dann keinen Wald mehr.
    Hier noch ein Blogbeitrag zum Thema.
    https://www.plantacionesedelman.com/ist-eine-papiertuete-besser-als-eine-plastiktuete-fuer-die-umwelt/
  • Ein anderes Material verwenden

    14.05.2018, Karl Bednarik
    Viele biologisch abbaubare und kompostierbare Kunststoffe sind bereits im internationalen Markt etabliert.
    Zunehmend finden sie Verwendung für Verpackungsmittel aller Art, Tragetaschen, Müllbeutel, Mulchfolien sowie Catering-Artikel.
    Beispiele für biologisch abbaubare Kunststoffe sind die Bio-Rohkunststoffe CA (Celluloseester), PLA (Polylactide, Polymilchsäure), PHA (Polyhydroxyalkanoate), PCL (Polycaprolacton), Stärkederivate und spezielle Copolyester wie PBAT (Polybutylenadipat-terephthalat) und PBS (Polybutylensuccinat).
  • Fällt im Wald ein Baum um

    14.05.2018, Sebastian Jokisch
    und macht er dann ein Geräusch? So erkläre ich mir die Quanten-Mess-Problematik. Während aber die Wirkung eines Menschen im Wald bedeutend geringer ist als Messinstrumente auf Quantenebene, haben beide Fälle ein und das daselbe Kriterium: beide wirken auf die Bedingungen, das Umfeld, mit ein. Einen Fortschritt in der Quantenmechanik wird es wohl erst geben, wenn man ein Weg findet die Quanten nicht zu beeinflussen, die man gerne beobachten möchte. Den Quanten aber hinterherzurennen wird soviel bringen wie das x auf der rechten Seite der Gleichung x=x+1 zu sein. Das grundlegende Problem des Mikrokosmos ist an sich nicht das Teilen sondern die Vielfalt, die es im Makrokosmos einnimmt. Den Schulterschluss von Mikrokosmos auf den Makrokosmos macht eine grundlegende Erkenntnis im Mikrokosmos ziemlich schwierig zumal die Menschheit sich nur auf einen winzigen Punkt der Realität beschränkt. Wir können noch nichteinmal Experimente außerhalb der Gravitationseinwirkung des Sonnensystems machen. Von nur einem Punkt aus lässt sich Gewissheit, wie es andernorts ist, nicht machen. Das ist wie das Problem der Allwissenheit mit der Zeit. Gäbe es dieses Problem nicht, würden sich also alle Abläufe stetig nur wiederholen, dann würden wir schließlich auch nicht außerhalb dieser Abläufe stehen können, wir müssten uns ja irgendwie heraushalten können. Dann wäre man aber nicht mehr allwissend. Um es philosophischer auszudrücken, kann Gott sich seiner selbst bewusst sein? (wenn es denn einen gibt) Erkenntnisse werden aber so gut wie nie als Ganzes gemacht (die sogenannte Erleuchtung) sondern folgen immer nur Schritt für Schritt und prägen so auch die Erkenntnis selbst.
  • Der menschliche Wille ist frei (?)

    14.05.2018, Ralf Rosenberger
    seit wann ist der "menschliche Wille" frei? - das Einzige, was so was ähnliches wie einen freien Willen erzeugen könnte, wäre eben auch die "Freiheit" der Quantenphysik.
    Unser Hirn muß sich den Naturgesetzen fügen, wir sind keine Wesen, die wider der Natur sind, sondern wir sind ein Teil dessen.
  • Danke!

    13.05.2018, Robert Orso
    Leider gibt es sehr viele Menschen, die über ein "What's in for me?" nicht hinaus kommen. Es ist völlig sinnlos, diese vom "Nutzen" reiner Wissenschaft zu überzeugen. Das ist wie der Versuch, einem Blinden Farben zu erklären, oder einem Tauben Mozarts Requiem.

    Das ist auch der Grund, warum die meisten Forschungen in ihrem conclusio eine vage Hoffnung äußern, dass sich das "irgendwann und irgendwie künftig für eine bessere Therapie gegen irgendwas eignen wird", oder "irgendwie geeignet sein könnte billige Energie herzustellen". Wäre die Forschung nur "interessant", gäbe es kein Geld dafür.

    Zweckgerichtete Forschung kann nur vorhandene Pfade verfolgen. Die echten Durchbrüche der Erkenntnis kommen stets von "nutzlosen" Forschungen.

    Das bessere Verständnis über das Wesen der Welt ist die Triebkraft die die Wissenschaft antreibt. Nebenher fallen immer wieder "nützliche" = monetär verwertbare Erkenntnisse ab. Aber welche Forschungen später tatsächlich "nützlich" werden ist vorher völlig unabsehbar.
  • Schmerz ist per definition "unangenehm"

    13.05.2018, Robert Orso
    Die Vorstellung, dass das Anregen von Schmerzrezeptoren keinen Schmerz verursachen würde hat etwas absurdes. Selbstverständlich hat das Lebewesen "Schmerzen". Das ist die Funktion dieser Rezeptoren. Es soll eine (mögliche) Schädigung des Organismus anzeigen und eine Vermeidungs Strategie auslösen. Wir definieren eine Reaktion zur Vermeidung als "unangenehm", eine zur Wiederholung als "angenehm". Es muss daher zwangsläufig eine unterschiedliche Qualität in der Verarbeitung der Reize geben.

    Nachdem weder Gefühle noch Empfindungsqualitäten objektiv messbar sind, können wir nur einen Analog Schluss ziehen, dass etwas das der Mensch als "schmerzhaft" empfindet, bei einem Organismus der auf ein vergleichbares Stimulans in vergleichbarer Art reagiert ebenfalls als vergleichsweise "unangenehm" verarbeitet wird.

    "Ich nehme Verletzungen wahr. Diese Daten könnte man als Schmerz bezeichnen." (Terminator 2)
  • Sie belieben wohl zu scherzen

    13.05.2018, Bernhard Zimmer
    vor ca. 4 Jahren habe ich dieses Buch gelesen, während ich an meiner Masterarbeit tüftelte. Währenddessen fing ich an die Feynman Lectures zu bemühen, um mich in Optik nochmal einzulesen - da ich mit einem Laseraufbau beschäftigt war. Ich war begeistert von seiner Darstellung elementarer Physik. Selbst im erstgenannten Buch nahm ich noch brauchbares Physikalisches mit (Parallelverschiebung von Licht bei Rotation einer Glasplatte). Die Biographie war vollgespickt von physikalischen Sachverhalten. Das ist was spontan hängen bleibt, wenn ich an jene denke. Oder die Aussage, auch keinen autoritären gesetzten Personen einfach Glauben zu schenken - selbst in der Wissenschaft. Woran ich mich gar nicht mehr erinnern konnte, war die oben erwähnte Episode: sein "Aufreißexperiment von Frauen" nennen wir es mal.
    So und diese Episode hat wohl bei so mancher Frau wohl einen wunden Punkt getroffen: "Am Ende wirkte es so, als habe er genauso viel Zeit darauf verwendet, sein Image als Macho und Frauenheld aufrechtzuerhalten, der immer für einen guten Lacher zu haben war, wie für die mathematischen Mysterien, die ihm den Nobelpreis eingebracht hatten."
    Da schreit doch einfach nur das innere Kind jener Frau, welches sich im Feminismus seiner unstillbaren Rage widmet. Die Aussage kann ja einfach gar nicht stimmen, Wie wäre es Feynman denn überhaupt möglich gewesen, so einen großen Beitrag in der Wissenschaft und auch Lehre zu erbringen? Das ist einfach nur eine absolut dumme Aussage. Man muss diese Episode weiß Gott nicht gut heißen. Schließlich macht er nur letztlich die Erfahrung, das die meisten Männer irgendwann mal machen: "Frauen stehen auf Arschlöcher". Mehr ist das nicht. Der eine Spruch mit dem Wort "Hure" - definitiv daneben. Aber das macht dann zum Glück nicht die Hälfte des Lebens aus.
    Für mich persönlich bleibt er meine größte Inspiration in der Physik. Punkt. Das Lebenswerk spricht für sich. Egal was die Feministen denken.
  • Nicht ganz so einfach...

    13.05.2018, Sebastian Kopp
    Ich habe das Tüten-Thema gerade eben gegoogelt. Je nachdem welche Quelle man heranzieht, sind Papier-, Plastik oder Jute-Tüten/Taschen am umweltfreundichsten.

    Aber was wohl in Ihrem Beitrag nicht stimmt, ist folgendes:
    "Über die lange Lebensdauer und Stabilität gleichen die Stofftaschen die anfänglich höheren Umweltkosten in Form von Ressourcen- und Energieverbrauch locker aus."

    Laut Tagesspiegel https://www.tagesspiegel.de/wissen/streit-um-plastiktueten-die-tuetchenfrage/9093990.html ist die Herstellung einer Jutetasche in Bezug auf die Klimaerwärmung 131-mal schädlicher als die einer Plastiktüte. Ich habe meine Zweifel, dass jeder Jutebeutel im Schnitt 131 oder mehr Plastiktüten ersetzt - selbst wenn, kann man hier nicht von "locker" sprechen - zumal, sie ja auch gewaschen werden müssen.
    Stellungnahme der Redaktion

    Bezüglich der Baumwoll- und Jutetaschen sind offensichtlich unterschiedliche Daten im Umlauf:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/muenchhausen-check-jute-statt-plastik-a-935161.html

    " Tragetaschen aus Baumwolle oder Jute müssten sogar 25- bis 32-mal beziehungsweise gar 83-mal wiederverwendet werden, wollten sie mit der normalen beziehungsweise der recycelten Plastiktüte ökologisch konkurrieren."

    Ich verwende manche Taschen seit 15 und mehr Jahren - daher vielleicht mein persönlich gefärbtes "locker".

  • Bell und letztes Schlupfloch

    13.05.2018, Ulrich Schulz
    Ich gebe zu, dass es sich sehr arrogant lesen wird:
    Der Titel hat wohl dazu geführt, dass in keinem der obigen Leserbriefe das eigentliche Problem erkannt wurde.
    Sehr schön aber auch nicht einfach zu verstehen wird die Problematik der Bell'schen Experimente bzw. dessen Konsequenzen in "Computerdenken" von Roger Penrose dargestellt bzw. erläutert.
    Ich empfehle interessierten und nicht ganz von Physik ahnungslosen Personen das Studium dieses physikalischen "Reissers". Wird sich lohnen! Das Thema hat nichts mit religiösen Glauben zu tun!
  • Nicht die ganze Wahrheit

    13.05.2018, Peter Schäfer
    Dass Forschung aufwendig und teuer ist, ist klar. Dass Pharmaunternehmen profitorientiert arbeiten, ebenfalls.

    Der schlechte Ruf kommt daher, dass Pharmaunternehmen mehr Geld in Marketing stecken, als in die Forschung. Dass der Marketing-Etat in fragwürdige Lobby-Aktivitäten, tendenziöse Gutachten, Beeinflussung der Ärzte fließt.

    Reden wir doch mal darüber.
  • Er war kein Heiliger

    13.05.2018, Robert Orso
    Heute ist es Mode, dass jede Erkenntnis und jede Leistung mit einem "ja aber" abgewertet wird. Wenn vom "Physiker Feynmann" gesprochen wird, ist es völlig irrelevant ob er in seiner Freizeit Alkoholiker, Menschenfeind oder Sexist gewesen ist. Die wissenschaftliche Leistung ist nicht die Folge dieser menschlichen Fehler.

    Die Vorbildfunktion des Mannes liegt demnach auch nicht in seinem Privatleben, sondern seinen physikalischen Schussfolgerungen.

    Man muss auch nicht bei jeder Aufführung der Zauberflöte "aus pädagogischen Gründen" anmerken dass W.A. Mozart ein Säufer und Weiberheld war. Daß Richard Wagner bekennender Nazionalsozialist war schmälert nicht seine Leistungen als Komponist. Die menschlichen Schwächen von Leonardo DaVinci oder Michelangelo sind zum Glück in den Tiefen der Geschichte begraben. Aber bestimmt findet sich noch irgendjemand, der etwas Abscheuliches ausgräbt und dann begründet warum die Pietà oder sein David danach verhüllt und den Blicken der entrüsteten Menschen für immer entzogen werden muss.

    Warum scheinen manche Menschen so vernarrt darauf sich darüber zu entrüsten, dass auch berühmte Personen letztendlich nur Menschen mit allen menschlichen Fehlern und Schwächen sind?

    Wie soll ein anderer berühmter Mensch einmal gesagt haben?
    "Wer ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein"
  • Selbstläufer

    13.05.2018, Robert Orso
    Dann werden also künftig die KIs in selbst designten Levels miteinander um die Wette kämpfen. Den Menschen braucht man für das ganze Spiel überhaupt nicht mehr.

    Das erinnert ein wenig an den alten Witz:

    "Russischen Wissenschaftlern ist es gelungen eine Maschine zu entwickeln die Kartoffeln selbständig anbauen, pflegen, ernten - und aufessen kann."
  • Gar nicht absonderlich

    13.05.2018, Robert Orso
    Die Experimente zur Verschränkung zeigen, dass zwei Teilchen die miteinander wechselwirken auch nach ihrer Trennung noch "irgendwie" zusammen hängen. Solange man sie isoliert betrachten kann, ist eine klare 1:1 Beziehung erkennbar. Sobald eines der Teilchen mit seiner Umwelt wechselwirkt, scheint diese Beziehung nicht mehr zu bestehen - oder diese ist durch die zusätzliche Wechselwirkung nur komplexer und weniger erkennbar geworden.

    Denn auch die "Information" scheint nicht einfach zu vernichten zu sein. Sie muss also immer noch da sein, nur eben nicht mehr leicht erkennbar.

    Wenn man nun berücksichtigt, wie "in der realen Welt" viele Teilchen miteinander wechselwirken und ebenso dass jede einzelne dieser Wechselwirkung eine Verschränkung verursacht, dann sind alle Teilchen im Universum mit allen anderen verschränkt. Nur ist diese fast unendliche Komplexität nicht mehr erkennbar. Auch die Idee eines Urknalls in dem alle Teilchen des Universums aus einer Quanten Fluktuation entstanden sein könnten, würde zwangsweise eine Verschränkung sämtlicher Teilchen miteinander bedingen.

    Insofern scheinen die Forderungen nach "Kausalität", der Einfluss eines "Beobachters", der "Freie Wille" oder die "spontane Anpassung der Messinstrumente" nur jeweils Ausschnitte der gleichen Realität zu sein. Der "Zufall" wäre darin für uns zwar immer unvorhersehbar und in jeder Beziehung absolut "zufällig", im Gesamtsystem aber deterministisch. Eine weitere Vertiefung dieser Frage würde in dieser Konstellation keinen weiteren Erkenntnis Gewinn versprechen.
  • Ökologie anstelle von Totaldigitalisierung und Transport-Idiotie

    13.05.2018, Sylvia Gossani
    Wie wäre es denn mit der Idee, die Komplett-Digitalisierung der Gesellschaft zu pausieren, bis die Energieversorgung ökologisch vertretbar wird? Dazu diese hirnrissigen ständigen Transportwege unserer Güter. Ökologische und lokale Produktion und Verarbeitung muss staatlich gefördert werden. Wozu brauchen wir Ausschreibungen wer der Billigste ist? Wir sollten fördern, wer am umweltbewusstesten arbeitet. Der öffentliche Dienst kann schon einmal damit anfangen.Aber bitte kein Greenwashing. Im Anbetracht der zu erwartenden Krise könnten die Menschen auch mal ihr Gehirn einschalten, anstelle immer auf der gleichen Schiene: Umweltmanipulation/Umweltzerstörung weiter zu fahren, weil es nicht denkbar ist, dass die Großaktionäre mal weniger Renditen einstreichen sollten.
  • Zum Begriff 'Ackerunkraut'

    13.05.2018, Armin Isele
    Der Buchautor sieht den Begriff 'Ackerunkraut' für den Mohn offenbar deshalb als widersprüchlich an, weil die verneinende Vorsilbe 'Un-' die Pflanze zu einem 'Nichtkraut' erklärt - und was keine Krautpflanze ist, ist eine Holzpflanze. Mohn aber ist zweifellos eine Krautpflanze. Deshalb ist das Wort 'Unkraut' für ein Kraut tatsächlich widersprüchlich.