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Leserbilder Astronomie: Die Plejaden (M45)

Nach etlichen Versuchen die Plejaden einmal nicht nur als Sternhaufen abzulichten ist es mir endlich gelungen ihre schönen blauen Staub- und Gaswolken mit zu erfassen. Denn so klar und hell die Sterne sind, so schwach erweist sich der Schein der Staubwolke. Er ist insbesondere mit seiner Farbe (ohne „Einfärben“) daher schwer festzuhalten. Dieser sehr bekannte offene Sternhaufen wird traditionell auch als Siebengestirn bezeichnet, da mit dem bloßen Auge nur die sieben hellsten Sterne zu sehen sind, und auch das nur bei ordentlicher Sicht. Tatsächlich besteht der Haufen aus mindestens 400 Sternen, es könnten auch deutlich mehr Sterne sein.
Mit einer Entfernung von 135 Parsec bzw. 430 Lj. ist der Sternhaufen besonders nahe (die genaue Abstandsmessung ist dennoch schwieriger, als man vielleicht denken möchte). Seine Helligkeit und Auffälligkeit am Himmel machen ihn zu einem kulturell sehr bedeutsamen Himmelsobjekt: So befindet er sich bereits auf der Himmelsscheibe von Nebra (Alter: ca. 4000 Jahre) und findet auch in der Bibel Erwähnung. Wer die Plejaden noch nicht kennt und mit bloßem Auge sehen möchte, muss zunächst das Sternbild Stier finden (rechts oben von Orion). Die Verteilung des Siebengestirns hat etwa die Größe des Vollmondes. Für eine Fotographie eignet sich eine mittlere Brennweite von 600mm recht gut.

Zu Aufnahme:
LRGB – insgesamt ca. 200 Aufnahmen zu 30 Sekunden, also 100 Minuten belichtet.
Bearbeitet mit Darks, Flats, Bias; Software: Fitswork, neatimage, Lightroom
(Hinweise: keine Einfärbungen! Keine pixelweise Nachbearbeitung etc.). Hardware: ZWO Asi1600 Pro, TS-Photo 600mm f4 auf Skywatcher EQ-6
(Informationen zu den Plejaden: aus wikipedia)

Daten zum Bild

E-Mail richard.hofmann1@gmx.de
ObjektPlejaden, M45
Messier-NrM45
OrtDollnstein
Zeitpunkt 05.04.2023 00:30 MEZ
KameraZWO ASI 1600 pro
Teleskop/Objektiv TS Photon 600mm
Montierung EQ6 synscan
Belichtungszeit100 Min
Nachbearbeitungfitswork, neat image, Lightroom
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