Leserbilder Astronomie: Die Tiefe des Alls
Am Anfang war nur Energie. Aus Energie wurde Materie. Durch geringste Ungleichheiten sammelte sich Materie zusammen. Schließlich war es ungeheuer viel Materie, die sich in extrem massereichen Schwarzen Löchern sammelte. Den Saatkörnern von Galaxien. Das können wir wahrscheinlich seit Kurzem beobachten. Das James Webb Teleskop beobachtet mysteriöse rote Punkte, es könnten die Saatkörner sein. Ein extrem massereiches Schwarzes Loch fällt mir auch als erstes bei der Fotografie der Polarringgalxie NGC3718 auf. Auf kurzen Aufnahmen sieht man einen hellen, sternförmigen Kern! Man sieht bei dieser Galaxie ihre S-förmig gebogenen Spiralarme. Sie wurden wahrscheinlich durch den gravitativen Tanz mit der Begleitgalaxie NGC 3279 so verformt. Sie umkreisen sich und entziehen dem Partner Sterne. Neue, blaue Sternenentstehungsgebiete kann man in den Spiralarmen erahnen. Sie werden durch die Kollision entfacht. Ein dunkles Staubband zeichnet die Spiralarme nach. Wir blicken auf die Galaxie so, wie sie sich vor 52 Millionen Jahren dargestellt hat. Das dies kein einzigartiger Vorfall sieht man noch in diesem Bild. Gleich oberhalb der Galaxie sieht man kleine Flecken. Es ist in Wirklichkeit wieder eine Galaxiengruppe, die miteinander agiert. Als Hickson-56-Gruppe bekannt, liegt diese nun schon 400 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie liegen achtmal so weit entfernt von uns wie die Galaxien im Vordergrund! Auch sie verändern ihre Form. Die große Galaxie hat einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren. Die kleinere hat einen Durchmesser von 60000 Lichtjahren. Wir sehen also in diesem Bild immer tiefer ins Universum. Schaut nochmals genau hin. Zwischen den Galaxien sieht man rötliche Sterne. Doch in Wirklichkeit sind dies Galaxien, Milliarden Lichtjahre von uns entfernt. Zu uns gesandt in einer Zeit, in der noch nicht einmal die Erde existierte.
Daten zum Bild
| Objekt | NGC5907 und SN 2026kid |
| Ort | Feldbach |
| Zeitpunkt | 16.06.2026 23:00 MESZ |
| Kamera | ASI2600MC |
| Teleskop/Objektiv | C11 |
| Montierung | Skywatcher EQ8 |
| Belichtungszeit | 95 Minuten |
| Nachbearbeitung | Pixinsight Lightroom |
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