Leserbilder Astronomie: Eine (fast) unbemerkte Begegnung
Am Abend des 17. Juni 2026 kam es zu einer spektakulären engen Konjunktion am Westhimmel, bei der die hauchdünne, zu elf Prozent beleuchtete Mondsichel extrem nah an der strahlenden Venus vorbeizog. Dieses Himmelsereignis fand in unmittelbarer Nachbarschaft zum offenen Sternhaufen Messier 44 (auch bekannt als die Krippe oder Praesepe) statt. M44 ist eines der erdnächsten und hellsten Himmelsobjekte seiner Art. Er befindet sich im Sternbild Krebs, ist rund 600 Lichtjahre entfernt und umfasst etwa 1000 Sterne, die vor rund 600 Millionen Jahren entstanden. An diesem Abend näherten sich Venus und die Mondsichel bis auf einen minimalen Winkelabstand von circa 0,5 Grad (etwa 41 Bogenminuten) an. Das entspricht in etwa dem scheinbaren Durchmesser des Vollmondes. Die Praesepe bildete dabei den perfekten, sternenreichen Hintergrund für dieses Zusammentreffen. Das Ereignis war in der fortgeschrittenen Abenddämmerung tief am West-Nordwesthimmel mit bloßem Auge, noch besser aber im Fernglas zu beobachten. Gegen Mitternacht gingen die Himmelskörper schließlich unter.
Daten zum Bild
| Objekt | M44, Mond und Venus |
| Ort | Kell am See (Naturpark Saar-Hunsrück) |
| Zeitpunkt | 17.06.2026 23:00 MESZ |
| Kamera | Canon EOS 6D |
| Teleskop/Objektiv | EF 100-400 mm L USM bei 400 mm |
| Montierung | Stativ |
| Belichtungszeit | 2 Sekunden, F/4, ISO 4000 |
| Nachbearbeitung | Affinity Photo 2, Lightroom |
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