Leserbilder Astronomie: Ferne Schleier im Paradiesvogel - Mandel-Wilson 9
Unweit von Beta, Gamma und Delta Apodis (den drei hellen Sternen im rechten Teil des Bildfelds) findet sich mit Mandel-Wilson 9 ein weitläufiger Nebelkomplex. Er ist dem über den gesamten Himmel verteilten sogenannten galaktischen Zirrus zuzuordnen - jenen fernen Staubnebeln, die vom gesammelten Licht der Sterne und H-II-Regionen der galaktischen Scheibe beleuchtet werden. Bei fast -80° südlicher Deklination gelegen ist diese Himmelsgegend ausschließlich von der Südhalbkugel aus erreichbar. Erkennbar ist sie schon auf den digitalisierten Aufnahmen des Palomar Observatory Sky Survey (POSS), über die Katalogbezeichnung GN 17.20.0.01 hat sie auch ihren Eintrag im Atlas Galaktischer Nebel von Neckel / Vehrenberg gefunden - das war 1990. Erst in den letzten 25 Jahren ist er vereinzelt auch von Amateurastronomen abgelichtet worden - was aufgrund der Position und der Lichtschwäche nicht einfach ist. Hier konnten mit einem 135 mm - Teleobjektiv und nur einer Stunde Belichtungszeit ferngesteuert vom chilenischen Rio Hurtado aus die hellsten Partien eingefangen werden.
Daten zum Bild
| Objekt | Mandel-Wilson 9 = GN 17.20.0.01 |
| Ort | Rio Hurtado, Chile |
| Zeitpunkt | 09.05.2026 00:35 UT |
| Kamera | AS2600MM |
| Teleskop/Objektiv | 135mm-f/2,8-Teleobjektiv |
| Montierung | Software Bisque Paramount ME |
| Belichtungszeit | 12 x 300 Sekunden |
| Nachbearbeitung | AstroArt, Photoshop |
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