Leserbilder Astronomie: Formen der Natur
Schneckenhäuser. Hurrikans. Sonnenblumen. Die Natur liebt die Spiralform. In allen Größenordnungen. Bis zu den 100000 Lichtjahren großen Spiralgalaxien. Die zweite je entdeckte Spiralform bei Galaxien wurde bei Messier 99 festgestellt. The dritte Earl of Parsons hat sie im Jahr 1846 mit dem damals größten Teleskop, einem Meter Fernrohr, auf seinem Anwesen in Irland entdeckt, nach der berühmten Whirlpoolgalaxie Messier 51. Die Galaxie entfernt sich mit 2704 Kilometern pro Sekunde von uns. Ihre Entfernung liegt damit bei 55 Millionen Lichtjahren. Wir sehen die Spiralgalaxie von oben. Doch etwas stimmt mit ihr nicht. Sie ist asymmetrisch. Sie bewegt sich durch den Virgo Galaxienhaufen. Begegnungen mit anderen Galaxien sind da keine Seltenheit. Vielleicht hat eine Begegnung die Asymmetrie von Messier 99 ausgelöst. Dafür sprechen würde auch die dreifach so hohe Sternentstehenungsrate in Messier 99, die oft durch Kollisionen ausgelöst werden. Das Material für Sternenentstehung in der Scheibe ist überall gleich verteilt. Jedoch wird sie in den Spiralarmen verdichtet, große Sternhaufen entstehen und die Spiralarme werden sichtbar. Eine Welteninsel inmitten der unvorstellbaren Leere.
Daten zum Bild
| Objekt | Messier 99 |
| Ort | Feldbach |
| Zeitpunkt | 15.04.2025 23:00 MESZ |
| Kamera | ASI2600MC |
| Teleskop/Objektiv | C11 |
| Montierung | Skywatcher EQ8 |
| Belichtungszeit | 183 x 2 Minuten |
| Nachbearbeitung | Pixinsight Lightroom |
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