Direkt zum Inhalt

Leserbilder Astronomie: Sommerliches Schützenfest

An einem warmen Sommerabend nahe der Gemeinde Paschel im Naturpark Saar-Hunsrück öffnete sich mit Einbruch der Dunkelheit ein beeindruckendes Fenster in die Tiefen des Universums. Über einem weitläufigen Feld, auf dem die frisch gepressten Strohballen wie stille Beobachter in der Landschaft lagen, erhob sich das Sternbild Schütze – eine der wohl faszinierendsten Regionen des sommerlichen Nachthimmels. Mit einer astromodifizierten Kamera entstand eine Aufnahme, die weit mehr zeigt als nur die markante Figur des Schützen. In Richtung dieses Sternbildes blicken wir unmittelbar in das Herz unserer Milchstraße. Unzählige Sterne verdichten sich zu einem hellen, strukturierten Sternenmeer, durchzogen von dunklen Staubwolken und leuchtenden Emissionsnebeln. Inmitten dieser kosmischen Landschaft liegen zahlreiche bekannte Himmelsobjekte: der Lagunenebel (M8) und der Trifidnebel (M20), der Adlernebel (M16) in der angrenzenden Region, der Omeganebel (M17) sowie zahlreiche offene und kugelförmige Sternhaufen. Auch die gewaltigen Dunkelwolken des galaktischen Zentrums zeichnen sich als dunkle Strukturen vor dem dichten Sternenhintergrund ab. Die Astromodifikation der Kamera macht dabei insbesondere die rötlichen Emissionsnebel sichtbar. Im Vordergrund bleibt die irdische Landschaft erhalten: die Konturen des Strohballenfelds, die sommerlich warme Atmosphäre und die sanften Formen der Hunsrücker Landschaft. Darüber spannt sich die Milchstraße wie ein kosmisches Band.

Daten zum Bild

ObjektSternbild Schütze
OrtPaschel, Rheinland-Pfalz
Zeitpunkt 07.08.2026 23:00 MESZ
KameraCanon EOS 6D
Teleskop/Objektiv EF 16-35mm USM F/2,8 L mit Weichzeichner
Montierung Star-Adventurer
Belichtungszeit20 Sekunden, ISO 3200, F 4,5; 15 nachgeführte Aufnahmen für den Sternenhimmel, 5 Aufnahmen für den Vordergrund
NachbearbeitungFitswork, Affinity Photo, Lightroom
Komplettes Bild anzeigen
Ihre Bewertung:
Durchschnittliche Bewertung:

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnerinhalte

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.