Quanten der Raumzeit zuerst

Diesmal bin ich nicht überrascht: In der 9. Runde zur Wahl eines Wunschartikels haben Sie sich für das Schwierigste aller fünf angebotenen Themen entschieden: "Sieger" wurde die "Quantenraumzeit" – und zwar mit 54 Prozent! (Da Mehrfachauswahl möglich war, entfielen insgesamt 40 Prozent der Stimmen auf den Artikel - 54 Prozent der Teilnehmer hatten ihn bei ihrer Auswahl dabei).

Dass die "Quantenraumzeit" gewählt wurde, verstehe ich so: Im Schwierigsten liegt bisweilen auch das tiefste Geheimnis; und dem wollen typische "Spektrum"-Leser immer schon auf die Schliche kommen.

Interessant auch die weiteren Plätze: "Intelligenz" und "Gene" sind mit 29 Prozent deutlich abgeschlagen, erst auf Platz 3 landete das globale Problem unserer Trinkwasservorsorge. Letzter der Rangliste wurde erstaunlicherweise ein Beitrag, der eigentlich unsere Welt immer mehr beeinflusst und verändert: "Die Wissenschaft vom Web".

Hier die vollständigen Ergebnisse in einer Grafik:

Das Ergebnis der Umfrage als Tortendiagramm

Ihren Favoriten unter den vorgeschlagenen Themen werden Sie dann in einer der kommenden Ausgaben von "Spektrum der Wissenschaft" lesen können.

Der Gewinner unserer Abstimmung heißt Dr. Erhard Haupt und kommt aus Pinneberg. Wir laden ihn nun zu einem Wochenende in Heidelberg und zu einem anschließenden Redaktionsbesuch ein. Herzlichen Glückwunsch!

Reinhard Breuer,
Chefredakteur

Diese Themen hatten zur Wahl gestanden:

"Das Rätsel der Quantenraumzeit"

Noch immer stellt die Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantentheorie Physiker vor schier unüberwindbare Schwierigkeiten. Ein neuer Ansatz, der ausschließlich auf bekannten Naturgesetzen beruht, geht nun von winzigen Konstitutenten einer quantisierten Raumzeit aus, die sich selbst organisieren - und erzielt damit erstaunliche Erfolge.

"Der Trinkwasserkrise Paroli bieten"

Weltweit steigt die Nachfrage nach frischem Wasser rasant, gleichzeitig ändern sich vielerorts die klimatischen Bedingungen. Künftige Versorgungsengpässe lassen sich darum nur schwer voraussagen. Einfache technische Hilfsmittel könnten eine globale Wasserkrise abwenden, allerdings nur, wenn sie möglichst bald in großem Maßstab zum Einsatz kommen.

"Versteckspiel mit Intelligenzgenen"

Noch fällt es Forschern schwer, Gene oder Hirnbildungen mit Intelligenzunterschieden zusammenzubringen. Sie sammeln aber viele erstaunliche Ergebnisse. So scheint bei manchen verdächtigen Genen der sozioökonomische Status des Elternhauses Einfluss darauf zu nehmen, ob sie den Intelligenzgrad mitbestimmen oder nicht.

"Das neue Bild von Migräne"

Migräne scheint andere Ursachen zu haben als bisher angenommen. Nach neuen Erkenntnissen handelt es sich um eine Störung neurologischer Art - um eine fehlregulierte Aktivitätswelle. Diese Einsicht verspricht daran angepasste Behandlungen.

"Die Wissenschaft vom Web"

Das Internet wächst und gedeiht. Nun wollen Forscher zu unser aller Nutzen herausfinden, was eigentlich genau geschieht in diesem sich selbst strukturierenden Netz, das immer neue Eigenschaften hinzugewinnt und die Gesellschaft stetig transformiert.