Direkt zum Inhalt

Schule neu denken: Dringend gesucht: Ein Positivbild von Schule

Sinkende Leistungen, wachsende psychische Belastung, verkrustete Strukturen – Deutschlands Schulen stecken in Schwierigkeiten. Dabei könnte das Bild anders aussehen.
Eine Gruppe von fünf Schülerinnen und Schülern liegt auf dem Boden und posiert fröhlich, als ob sie an einer Wand hängen würden. Sie sind von umgekippten Stühlen und Tischen umgeben, was eine spielerische und dynamische Szene erzeugt. Die Kinder tragen bunte Freizeitkleidung und wirken ausgelassen und energiegeladen. Die Szene vermittelt eine Atmosphäre von Schule und Aufbruch.
Was braucht es alles, um die Schule der Zukunft zu entwerfen? (Symbolbild)

Wer steckt tiefer im Schlamassel: die Deutsche Bahn oder die deutschen Schulen? Lehrkräfte, Eltern, Psychologen, Schüler – viele verdrehen nur noch die Augen. Schlechte Infrastruktur, veraltete Lehrpläne, kurze Aufmerksamkeitsspannen, nachlassende Leistungen, mehr psychische Diagnosen … Die Liste der Probleme ist lang.

Doch müssten wir nicht wissen, wie Schule besser geht? Die Wissenschaft erforscht kontinuierlich, wann Lernen gelingt, was guten Unterricht ausmacht und wie eine positive Schulkultur entsteht. Eine ganze Fächerbatterie widmet sich diesen Fragen: Erziehungswissenschaft, pädagogische Psychologie, Didaktik, Bildungssoziologie und spezialisiertere Forschungsbereiche wie Begabungs- oder Lehr-Lern-Forschung. Hinzu kommt das bedeutende Erfahrungswissen aus der Schulpraxis.

Viele Fragen an die Schule von morgen

Wie also müsste Schule aussehen, wenn man Forschung und Praxis einmal konsequent zusammendenkt? Wie würde dann Unterricht geplant und gestaltet? Welche Kompetenzen für die Welt von morgen gilt es zu vermitteln? Wie werden Kinder und Jugendliche zu mündigen Bürgern? Wie zu kritischen, aktiven Gestaltern digitaler Welten? Was kann KI zur individuellen Förderung beitragen? Wie entsteht eine Schulkultur, die Miteinander und psychische Gesundheit fördert? Wie sollten Schulsystem und Lehrkräfteausbildung im Bildungsföderalismus gestaltet sein? Und nicht zuletzt: Wie gelingt die große Transformation zu diesem Zukunftsbild?

Um den Klagen über den Status quo einmal ein konstruktives Zukunftsbild entgegenzusetzen, hat »Spektrum der Wissenschaft« 17 führende deutsche Bildungsexpertinnen und -experten gebeten, ein solches zu zeichnen. Nach einem Jahr Arbeit liegt dieses Bild der »Schule der Zukunft« nun in Form von 15 eng aufeinander abgestimmten Denkanstößen vor – das redaktionell aufwendigste Einzelprojekt in fast 50 Jahren »Spektrum der Wissenschaft«. Es könnte den Blick nach vorn richten und so die Meinungsbildung darüber beflügeln, wie wir Schule gestalten wollen.

Nicht nur in Jahren mit Landtagswahlen steht Bildung bei vielen Menschen weit oben auf der Agenda – zu Recht. Denn eines ist klar: Schule ist kein isoliertes Problem von Trägern, Lehrkräften und Familien mit Kindern. Schule betrifft die gesamte Gesellschaft und fordert unser langfristiges Engagement. Die Sorge um ihre Zukunft muss ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken; zu oft reden wir über anderes. Um die Diskussion zu befördern, wird sich »Spektrum der Wissenschaft« in den kommenden Wochen in einer Artikelreihe »Schule neu denken« des Themas weiterhin annehmen.

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Partnerinhalte

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.