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Es ist ein tolles Foto vom Marsrover, der komplett sichtbar ist und sich trotzdem mit eigenem Arm auf dem Mars fotografiert haben soll. Oder kann er den einen Arm mit Kamera demontieren und sich dann in Position stellen?
Stellungnahme der Redaktion
Curiosity nahm dieses Selbstporträt mit der am Instrumentenarm montierten Mikroskopkamera MAHLI auf, die auch weiter entfernte Objekte ablichten kann. Das Bild besteht aus vielen Einzelaufnahmen. Bei der Montage zu einem Bildmosaik wurden die Bildteile weggelassen, auf dem der Instrumentenarm zu sehen ist. Somit entsteht der Eindruck, eine externe Kamera hätte den Marsrover fotografiert.
Ich kann das auch nur empfehlen. Zum einen kann man von der Erfahrung anderer profitieren und sich gegenseitig helfen, zum anderen macht es einfach mehr Spaß!
Ich finde es äußerst beeindruckend, wie Wissenschaftler Vorgänge in derart weiter Ferne interpretieren können. Vielleicht erfahren wir eines Tages, wie das Universum wirklich entstanden ist!
Wenn ich nachrechne komme ich auf 152.000 Jahre bei einer Distanz von 2000 AE zum Stern und eine Sternenmasse von 35% der Sonne. Wo liegt der Fehler?
Stellungnahme der Redaktion
Ich komme auch auf 152000 Jahre, wenn ich eine Kreisbahn annehme. Stutz! Doch dann nach kurzer Überlegung weiß ich die Antwort auf die Frage von Herrn Woczek: Bei 2000 aE Entfernung kann der Planet nicht entstanden sein. Er muss irgendwo zwischen 10 und 100 aE Entfernung vom Stern entstanden sein. Aber wie kommt er dann dorthin, wo er jetzt ist? Die Antwort darauf lautet: Irgend eine Begegnung mit einer anderen Masse - sei es die enge Begegnung mit einem anderen Planeten von GU Psc, oder sei es der Vorüberzug eines anderen Sterns an dem Planetensystem von GU Psc - hat ihn aus seiner ursprünglich kreisähnlichen viel kleineren Bahn auf eine extrem elliptische Bahn befördert. Und dort sehen wir ihn nun in der Nähe seines sternfernsten Punkts. Wieso das nun wieder? Weil sich ein Objekt auf einer extrem elliptischen Bahn fast die ganze Zeit in der Nähe seines sternfernsten Punkts aufhält.
Es gehen in die 80 000 Jahre also zwei sehr plausible (glaubhafte) Annahmen ein: a) er ist auf einer hochexzentrischen Bahn, b) wir sehen ihn sehr wahrscheinlich dort, wo er sich auf dieser Bahn die meiste Zeit herumtreibt.
Da kann ich mich nur anschließen. Was macht Hubble eigentlich dort oben Bilder im sichtbaren Licht, wir können den Amateuren auf der Erde das fotografieren überlassen. Sehr gut gemacht! Ich habe jetzt einen neuen Bildschirmhintergrund.
Wie der Mond auf der Erde aufgeht, ist klar. Die Erde dreht sich alle 24 Stunden (relativ zur Sonne) um sich selbst, und der Mond läuft nur im Monat einmal um die Erde. Also sehen wir nahezu jeden Tag einmal den Mond aufgehen.
Aber die Erde vom Mond aus gesehen? Der Mond dreht sich nur einmal je Monat um seine Achse und wendet der Erde immer die selbe Seite zu. Da bleibt - außer einer leichten Kippbewegung auf Grund der leicht elliptischen Bahn und vielleicht einer kleinen Richtungsabweichung von Dreh- und Bahnachse - nicht viel Spielraum für einen Erdaufgang. Gern hätte ich aus dem Artikel also einmal gewusst, wie denn die Sache zu erklären ist.
Stellungnahme der Redaktion
Sehr geehrter Herr Foltz,
vielen Dank für Ihre Zuschrift. Mit Ihren Vermutungen liegen Sie ganz richtig. Tatsächlich "wackelt" die Erde von der Mondvorderseite aus gesehen nur ein wenig am Himmel und scheint wie festgenagelt am Firmament zu stehen. Dort durchläuft sie analog zum Mond die Lichtphasen, zusätzlich lässt sich aber auch die Rotation des Blauen Planeten leicht erkennen. Die Erdaufgänge, die von diversen Raumsonden oder den Astronauten des US-amerikanischen Apollo-Programms gesehen wurden, kamen nur durch die Bahnbewegungen der Raumfahrzeuge relativ zu Mond und Erde zu Stande.
Nur in den Regionen, die nahe am Rand der sichtbaren Mondvorderseite liegen, kann es für einen hypothetischen Beobachter auf dem Mond zu Erdaufgängen kommen. Dort befindet sich die Erde immer sehr nahe zum Horizont. Durch die von Herrn Foltz angesprochenen Bewegungen des Mondes, die als Libration bezeichnet werden, kann die Erde von dort aus gesehen unter- oder aufgehen. Durch die Libration des Mondes sehen wir übrigens nicht nur 50 Prozent der gesamten Oberfläche, sondern nach und nach rund 59 Prozent.
Dr. Tilmann Althaus, Redaktion "Sterne und Weltraum"
...dass sowieso "nur" noch Computersimulationen helfen können, um etwaige neue Theorien, Quantengravitation usw., zu untermauern/falsifizieren. Die dahingehende Experimentalphysik ist wohl bis auf weiteres am Ende der Fahnenstange angelangt. Mit dem monotonen Anstieg der Rechnerleistungen kann das dann auch immer subtiler werden. Mehr ist nicht drin.
Da ein Neutronenstern nur aus elektrisch neutralen Neutronen besteht, wie kann dann ein Magnetfeld erzeugt werden ?
Stellungnahme der Redaktion
Gute Frage! Die Antwort liegt in dem Wort "nur". Tatsächlich bestehen Neutronensterne zum weitaus größten Teil - man könnte auch sagen fast nur - aus Neutronen, aber eben nur fast. Insbesondere in der äußeren Schichten gibt es einen kleinen aber wichtigen Anteil an Protonen und Elektronen, der elektrische Ströme tragen, und damit also Magnetfelder erzeugen kann.
Mehr als Nebenbemerkung sei erwähnt, dass Neutronen zwar elektrisch neutral aber dennoch magnetisch sind. Jedes Neutron ist ein winzig kleiner Dipolmagnet. Wenn man diese Magneten in großerer Zahl parallel ausrichten würde, dann könnte man auch mit "nur" Neutronen ein sehr starkes Magnetfeld erzeugen. Aber das ist für die tatsächlichen Magnetfelder von Neutronensternen nicht ausschlaggebend.
Übrigens ist auch ein ganz normaler technischer Eisenmagnet elektrisch neutral und trotzdem magnetisch. Hier sind viele kleine atomare Dipolmagnete parallel ausgerichtet. Auch dieses Magnetfeld entsteht ohne Ströme, d.h. ohne dass elektrisch geladene Teilchen sich bewegen, sondern aus dem Magnetismus ruhender, neutraler Atome.
Sehr geehrte Redaktion von SuW, wenn das Wasser der Weltmeere zu einem großen Teil von Kometen stammt, kommt dann auch ein Teil des Salzes im Meer von Kometen? Gibt es Analysen, ob und wenn ja, zu wieviel Prozent Kometen Natrium-Chlorid enthalten?
Stellungnahme der Redaktion
Die Antwort auf die erste Frage von Herrn Reinders lautet: "ja, aber ..."
Das Salz der Welmeere ist zum weitaus größten Teil aus irdischen Gesteinen herausgelöst worden, die ursprünglich sehr viel Natrium und Chlor enthielten. Heute gibt es genau durch diesen Prozess an der Erdoberfläche Gesteine, die nur noch geringe relativ Anteile dieser Elemente enthalten.
Kometenmaterial enthält zwar auch ein wenig an mineralischen Stoffen - diese zeigen sich bei intakten Kometen in Form der Staubschweife, und bei zerfallen(d)en Kometen in Form von Sternschnuppenstromen - also insbesondere auch an Natrium und Chlor, aber ihr Anteil am gesamten Kometenmaterial ist geringer als der in irdischem Ozeanwasser.
Eine erweiterte Form dieser Antwort wird in SuW 11/2014, S. 10 im Druck erscheinen.
Quantenverschränkung ist ja eine Verallgemeinerung des Korrelationsbegriffs aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung und die Bell'sche Ungleichung scheint sich ja immer mehr zu bestätigen. Das heißt dann wohl, dass die Quantenmechanik doch grundlegend ist.
Obwohl ich in NRW wohne, habe ich am 31. März 2014 zur fraglichen Zeit ein sehr hell strahlendes Objekt auf mich zufliegen sehen. Zur Erklärung: Ich saß auf einem Sofa mit dem Gesicht zur bodentiefen Fensterwand Richtung Südwest. Im ersten Moment war ich erschrocken, denn es sah aus wie ein auf mich zufliegender Flugkörper. Ich sprang auf und rannte zum Balkon und rief gleichzeitig meinen Mann. Auf dem Balkon bot sich mir ein nie vorher gesehenes Schauspiel. Ich beobachtete eine helle Lichtkugel - so groß wie ein Ball - in hellem bläulichen Licht - völlig leise und mehrere Sekunden lang. Diese leuchtende Kugel flog von Westen Richtung Südosten sehr flach bis sie am Horizont verschwand.
Neues vom Mars in der Ausgabe Juni 2014
04.06.2014, Wilfried KorthCuriosity nahm dieses Selbstporträt mit der am Instrumentenarm montierten Mikroskopkamera MAHLI auf, die auch weiter entfernte Objekte ablichten kann. Das Bild besteht aus vielen Einzelaufnahmen. Bei der Montage zu einem Bildmosaik wurden die Bildteile weggelassen, auf dem der Instrumentenarm zu sehen ist. Somit entsteht der Eindruck, eine externe Kamera hätte den Marsrover fotografiert.
Gigantisch!
03.06.2014, Gerfried WagnerGemeinsam macht es mehr Spaß
24.05.2014, Rolf MelznerFreundliche Grüße
Rolf Melzner
Beeindruckend
20.05.2014, Rolf MelznerFreundliche Grüße
Rolf Melzner
Wieso 80.000 Jahre?
19.05.2014, Thomas Woczek, LeipzigIch komme auch auf 152000 Jahre, wenn ich eine Kreisbahn annehme. Stutz! Doch dann nach kurzer Überlegung weiß ich die Antwort auf die Frage von Herrn Woczek:
Bei 2000 aE Entfernung kann der Planet nicht entstanden sein. Er muss irgendwo zwischen 10 und 100 aE Entfernung vom Stern entstanden sein. Aber wie kommt er dann dorthin, wo er jetzt ist? Die Antwort darauf lautet: Irgend eine Begegnung mit einer anderen Masse - sei es die enge Begegnung mit einem anderen Planeten von GU Psc, oder sei es der Vorüberzug eines anderen Sterns an dem Planetensystem von GU Psc - hat ihn aus seiner ursprünglich kreisähnlichen viel kleineren Bahn auf eine extrem elliptische Bahn befördert. Und dort sehen wir ihn nun in der Nähe seines sternfernsten Punkts. Wieso das nun wieder? Weil sich ein Objekt auf einer extrem elliptischen Bahn fast die ganze Zeit in der Nähe seines sternfernsten Punkts aufhält.
Es gehen in die 80 000 Jahre also zwei sehr plausible (glaubhafte) Annahmen ein:
a) er ist auf einer hochexzentrischen Bahn,
b) wir sehen ihn sehr wahrscheinlich dort, wo er sich auf dieser Bahn die meiste Zeit herumtreibt.
Ulrich Bastian
Was haben die Amis denn erwartet?
16.05.2014, Rolf MelznerFreundliche Grüße
Rolf Melzner
Sehr empfehlenswerte Tagung
16.05.2014, Rolf MelznerFreundliche Grüße
Rolf Melzner
Atemberaubend!
14.05.2014, Christoph RichterSehr gut gemacht! Ich habe jetzt einen neuen Bildschirmhintergrund.
Erdaufgang auf dem Mond?
14.05.2014, Bernhard FoltzAber die Erde vom Mond aus gesehen? Der Mond dreht sich nur einmal je Monat um seine Achse und wendet der Erde immer die selbe Seite zu. Da bleibt - außer einer leichten Kippbewegung auf Grund der leicht elliptischen Bahn und vielleicht einer kleinen Richtungsabweichung von Dreh- und Bahnachse - nicht viel Spielraum für einen Erdaufgang. Gern hätte ich aus dem Artikel also einmal gewusst, wie denn die Sache zu erklären ist.
Sehr geehrter Herr Foltz,
vielen Dank für Ihre Zuschrift. Mit Ihren Vermutungen liegen Sie ganz richtig. Tatsächlich "wackelt" die Erde von der Mondvorderseite aus gesehen nur ein wenig am Himmel und scheint wie festgenagelt am Firmament zu stehen. Dort durchläuft sie analog zum Mond die Lichtphasen, zusätzlich lässt sich aber auch die Rotation des Blauen Planeten leicht erkennen. Die Erdaufgänge, die von diversen Raumsonden oder den Astronauten des US-amerikanischen Apollo-Programms gesehen wurden, kamen nur durch die Bahnbewegungen der Raumfahrzeuge relativ zu Mond und Erde zu Stande.
Nur in den Regionen, die nahe am Rand der sichtbaren Mondvorderseite liegen, kann es für einen hypothetischen Beobachter auf dem Mond zu Erdaufgängen kommen. Dort befindet sich die Erde immer sehr nahe zum Horizont. Durch die von Herrn Foltz angesprochenen Bewegungen des Mondes, die als Libration bezeichnet werden, kann die Erde von dort aus gesehen unter- oder aufgehen. Durch die Libration des Mondes sehen wir übrigens nicht nur 50 Prozent der gesamten Oberfläche, sondern nach und nach rund 59 Prozent.
Dr. Tilmann Althaus, Redaktion "Sterne und Weltraum"
Geniales Foto!
12.05.2014, Guy Heinen, Linger/LuxemburgIch fürchte...
12.05.2014, Mathias Völlinger, RastattWieso können Neutronensterne ein Magnetfeld erzeugen ?
05.05.2014, Hans-Jürgen Schreyer, KehlbachGute Frage! Die Antwort liegt in dem Wort "nur". Tatsächlich bestehen Neutronensterne zum weitaus größten Teil - man könnte auch sagen fast nur - aus Neutronen, aber eben nur fast. Insbesondere in der äußeren Schichten gibt es einen kleinen aber wichtigen Anteil an Protonen und Elektronen, der elektrische Ströme tragen, und damit also Magnetfelder erzeugen kann.
Mehr als Nebenbemerkung sei erwähnt, dass Neutronen zwar elektrisch neutral aber dennoch magnetisch sind. Jedes Neutron ist ein winzig kleiner Dipolmagnet. Wenn man diese Magneten in großerer Zahl parallel ausrichten würde, dann könnte man auch mit "nur" Neutronen ein sehr starkes Magnetfeld erzeugen. Aber das ist für die tatsächlichen Magnetfelder von Neutronensternen nicht ausschlaggebend.
Übrigens ist auch ein ganz normaler technischer Eisenmagnet elektrisch neutral und trotzdem magnetisch. Hier sind viele kleine atomare Dipolmagnete parallel ausgerichtet. Auch dieses Magnetfeld entsteht ohne Ströme, d.h. ohne dass elektrisch geladene Teilchen sich bewegen, sondern aus dem Magnetismus ruhender, neutraler Atome.
Salz in Kometen - und in den Meeren der Erde
01.05.2014, Alexander ReindersDie Antwort auf die erste Frage von Herrn Reinders lautet: "ja, aber ..."
Das Salz der Welmeere ist zum weitaus größten Teil aus irdischen Gesteinen herausgelöst worden, die ursprünglich sehr viel Natrium und Chlor enthielten. Heute gibt es genau durch diesen Prozess an der Erdoberfläche Gesteine, die nur noch geringe relativ Anteile dieser Elemente enthalten.
Kometenmaterial enthält zwar auch ein wenig an mineralischen Stoffen - diese zeigen sich bei intakten Kometen in Form der Staubschweife, und bei zerfallen(d)en Kometen in Form von Sternschnuppenstromen - also insbesondere auch an Natrium und Chlor, aber ihr Anteil am gesamten Kometenmaterial ist geringer als der in irdischem Ozeanwasser.
Eine erweiterte Form dieser Antwort wird in SuW 11/2014, S. 10 im Druck erscheinen.
Kosmischer Test für die Quantenphysik: Sehr wichtiges Experiment
29.04.2014, Mathias Völlinger, RastattMeteor 31. März 2014
18.04.2014, A. Kabuth