{"title":"Soziobiologie: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Soziobiologie<\/STRONG>\n<P><I>Kin-Selektion<\/I> (Verwandtenselektion): Ein seltenes Allel, das Helferverhalten veranla&#223;t, kommt mit einer vom Verwandtschaftsgrad abh&#228;ngigen Wahrscheinlichkeit auch bei Verwandten vor, z.B. bei Kindern und Geschwistern mit der Wahrscheinlichkeit 1\/2, bei Enkeln und Neffen 1\/4 usw. Ein Selektionsvorteil f&#252;r diese Verwandten bildet, gewichtet mit dem Verwandtschaftsgrad, auch einen Selektionsvorteil f&#252;r das \"Helfer-Allel\", das sich in der Population verbreiten kann, falls das Helfen tats&#228;chlich den Verwandten zugute kommt und der Selektionsnachteil des Helfers von dem Vorteil der Hilfsempf&#228;nger aufgewogen wird. <BR><\/BR><I>reziproker <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/479'>Altruismus<\/A><\/I>: Ein \"Helfer-Allel\" kann sich durchsetzen, wenn es einen Mechanismus gibt, durch den der Helfer ebenfalls Hilfsempf&#228;nger wird und durch den einseitiges Helfen verhindert wird. <BR><\/BR>Das fr&#252;her st&#228;rker benutzte Konzept der <I>Gruppenselektion<\/I> wird dagegen an enge Vorbedingungen gebunden bzw. abgelehnt.<\/P>"}