{"title":"Tetrodotoxin: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Tetrodotoxin<\/STRONG>\n<P>Tetrodotoxin ist vor allem durch sein Vorkommen im Kugelfisch <I>(Fugu sp., Tetraodontidae)<\/I> bekannt, dessen rohes Muskelfleisch in Japan als Delikatesse gilt. W&#228;hrend TTX vor allem in der Haut und in den Eingeweiden der Kugelfische angereichert ist, l&#246;st der Verzehr des fachgerecht zubereiteten Muskelfleischs nur leichte Vergiftungserscheinungen aus (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/4392'>Fugu-Vergiftung<\/A>). Neben anderen Fischfamilien, wie Grundeln <I>(Gobius sp<\/I>.<I>)<\/I>, Igelfischen <I>(Diodontidae)<\/I> und Mondfischen <I>(Molidae),<\/I> kommt TTX in einer weiten Spanne von Meerestieren vor, so in Krabben <I>(Atergis sp<\/I>.<I>)<\/I>, Seesternen <I>(Astropecten sp<\/I>.<I>)<\/I>, Meeresschnecken <I>(Charonia sp<\/I>.<I>)<\/I>, im australischen Octopus <I>(Hapalochlaena maculosa;<\/I> Tetrodotoxin identisch mit <I>Maculotoxin)<\/I>, aber auch bei Landtieren, wie Kr&#246;ten <I>(Atelopus sp.)<\/I> und Molchen <I>(Taricha sp<\/I>.; Tetrodotoxin identisch mit <I>Tarichatoxin)<\/I>. TTX wird von diesen Tieren wahrscheinlich nicht selbst gebildet, sondern von zur TTX-Synthese bef&#228;higten Bakterien, die &#252;ber die Nahrung aufgenommen werden.<\/P>"}