{"title":"Charcot-Marie-Tooth-Syndrom: 3","body":"<BR><\/BR><STRONG>Charcot-Marie-Tooth-<BR><\/BR>Syndrom<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Als Ursache der Krankheit diskutiert werden ein geh&#228;uftes Auftreten des Nervenproteins <I>NF-L,<\/I> wodurch die Versorgung der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/46009'>Nervenzellen<\/A> mit N&#228;hrstoffen behindert wird, sowie eine verminderte Produktion von Ern&#228;hrungsfaktoren (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/46255'>neurotrophe Faktoren<\/A>), wie dem brain derived neurotrophic factor<I> (<\/I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/7693'>BDNF<\/A><I>)<\/I>. Zufuhr dieses Faktors verhindert im Tierversuch den Neuronentod. Bei etwa 10% der Patienten beruht die Muskelkrankheit auf autosomal dominanter Vererbung. Das Charcot-Marie-Tooth-Syndrom wird au&#223;erdem X-gekoppelt rezessiv vererbt. Bei einer Form des Charcot-Marie-Tooth-Syndroms liegt ein Defekt auf dem Chromosom 17 im Bereich 17p13.1-p11.1 <I>(CMT1A-Locus)<\/I> vor; eine zweite Form wird durch einen Defekt auf dem Chromosom 1q <I>(CMT1B-Locus)<\/I> verursacht. Mutationen auf dem Chromosom 21 f&#252;hren zu einer ver&#228;nderten Struktur der cytoplasmatischen Form der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/64791'>Superoxid-Dismutase<\/A>. Die Aktivit&#228;t des antioxidativen Enzyms ist verringert oder auch erh&#246;ht. Dadurch h&#228;ufen sich Superoxid- oder Hydroxylradikale in den Neuronen an und zerst&#246;ren diese. Man vermutet, da&#223; Nervenzellen des <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/71648'>Zentralnervensystems<\/A> besonders empfindlich auf erh&#246;hte Konzentrationen von Sauerstoffradikalen reagieren. Bei einer weiteren Form des Charcot-Marie-Tooth-Syndroms ist ein Defekt im Bereich Xq11-q13 <I>(CMTX-Locus)<\/I> nachweisbar.<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}