{"title":"Chemoaffinittshypothese: 3","body":"<BR><\/BR><STRONG>Chemoaffinit&#228;tshypothese<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Die Chemoaffinit&#228;tshypothese wurde urspr&#252;nglich formuliert zur Erkl&#228;rung der Beobachtung, da&#223; die w&#228;hrend der Entwicklung (und gegebenenfalls Regeneration) auswachsenden <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/6598'>Axone<\/A> der Retinazellen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/46087'>Netzhaut<\/A>) mit ganz bestimmten Arealen im Tectum des Gehirns Kontakt aufnehmen (retinotope Projektion). Anstatt der fr&#252;her angenommenen individuellen chemischen Markierung der einzelnen Retina- bzw. Tectum-Zellen geht man heute davon aus, da&#223; Gradienten der Zelladh&#228;sivit&#228;t bzw. Zellabsto&#223;ung die Areale der Kontaktbildung nur grob festlegen. Die genaue Lokalisation der endg&#252;ltigen Kontakte soll dann &#252;ber aktivit&#228;tsabh&#228;ngige Kompetition zwischen benachbarten Axonendpunkten festgelegt werden.<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}