{"title":"Willkrmotorik: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Willk&#252;rmotorik<\/STRONG>\n<P><STRONG>1<\/STRONG> <I>phylogenetische Aspekte:<\/I><BR><\/BR>Der <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/7925'>Motorcortex<\/A> und das <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/10593'>pyramidale System<\/A> (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/10596'>Pyramidenbahn<\/A>, die Hauptefferenz des Motorcortex) sind erst bei S&#228;ugetieren richtig entwickelt. Bei Fischen und Amphibien ziehen die meisten efferenten Fasern des <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/12795'>Telencephalons<\/A> in Teilbereiche von <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/12884'>Thalamus<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/12782'>Tectum<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/4295'>Formatio reticularis<\/A>. Die Ausdehnung von Motorcortex und Pyramidenbahn nimmt bei S&#228;ugetieren mit der Entwicklungsgeschichte zu: Bei Huftieren erstreckt sich die Bahn nur bis zum <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/5156'>Halsmark<\/A>, bei Carnivoren und Primaten dagegen bis zum Lendenmark. Bei niederen S&#228;ugern bilden der sensorische und motorische Cortex noch ein einheitliches Areal <I>(sensomotorischer Cortex)<\/I>. Bei der Katze &#252;berschneiden sich die beiden Regionen noch. Menschen haben einen sechsmal gr&#246;&#223;eren pr&#228;motorischen Cortex als Makaken (bezogen auf das K&#246;rpergewicht).<\/P>"}