{"title":"Cloud Forcing:","body":"<br>\n\n<STRONG>Cloud Forcing:<\/STRONG> Zonal gemitteltes Cloud Forcing CF f&#252;r das Jahr 1985 im kurzwelligen solaren (SCF) und langwelligen terrestrischen (LCF) Spektralbereich. Das Netto Forcing (CF) ist die Summe aus SCF und LCF. Das kurzwellige Forcing ergibt sich aus der solaren Einstrahlung S&#8595; mit der Albedo einer wolkenfreien Referenzatmosph&#228;re (a<SUB>0<\/SUB>) - der solaren Einstrahlung S&#8595; mit der nat&#252;rlichen Albedo (a). Aufgrund der hohen nat&#252;rlichen Wolkenalbedo ist das SCF negativ. Das LCF ergibt sich aus der langwelligen Ausstrahlung einer\nwolkenfreien Referenzatmosph&#228;re F<SUB>0<\/SUB> - der langwelligen Ausstrahlung der nat&#252;rlichen Atmosph&#228;re F. Durch die atmosph&#228;rische Gegenstrahlung (Treibhauseffekt der Wolken) ist das LCF &#252;ber alle Breitenkreise positiv. In der Nettobilanz &#252;berwiegt die kurzwellige Reflexion an der Wolkenobergrenze gegen&#252;ber dem Treibhauseffekt der Wolken, sodass Wolken grunds&#228;tzlich eine abk&#252;hlende Wirkung (negatives Netto-CF) bewirken. Allerdings sind die Nettoverluste in den Tropen wesentlich geringer als in den Mittelbreiten, wo vornehmlich Mischwolken mit\nl&#228;ngerer Lebensdauer und gr&#246;&#223;erer Fl&#228;chenbedeckung auftreten. Mischwolken verursachen ein h&#246;heres kurzwelliges Forcing als die raum-zeitlich begrenzteren Konvektionswolken der Tropen, die zus&#228;tzlich aufgrund ihrer kalten Oberfl&#228;chentemperatur (gro&#223;e H&#246;he, geringe thermische Abstrahlung) und der warmen Wolkenbasis (hohe Gegenstrahlung) ein positiveres langwelliges CF aufweisen.\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/geogr\/cloudforce.jpg' HEIGHT='534' WIDTH='300'><br>"}