{"title":"Coexistenz: 1","body":"<BR><\/BR><STRONG>Coexistenz<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Die &#246;kologische Einnischung durch Ressourcenaufteilung ist in der Natur sehr mannigfaltig. So teilen sich <I>Bombus appositus<\/I> und <I>Bombus flavifrons<\/I> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/32837'>Hummeln<\/A>) auf Basis der Kronr&#246;hrenl&#228;nge die Nektar-Ressource auf. <I>Balanus balanoides<\/I> und <I>Chthamalus stellatus<\/I> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/55622'>Rankenf&#252;&#223;er<\/A>) teilen sich die Raum-Ressource in bezug auf die Lage in der Gezeitenzone, und k&#246;rnerfressende Ameisen teilen die Samen-Ressource bez&#252;glich Gr&#246;&#223;e, Dichte und kleinr&#228;umiger Verteilung der Samen untereinander auf. Eine Ressourcenaufteilung kann auch durch z. B. morphologische Merkmalsverschiebung erreicht werden. So ver&#228;ndern die beiden <I>Hydrobia<\/I>-Arten <I>Hydrobia ulvae<\/I> und <I>Hydrobia ventrosa<\/I> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/70379'>Wattschnecken<\/A>) bei Coexistenz ihre Gr&#246;&#223;e und n&#228;hren sich dann an unterschiedlich gro&#223;en Nahrungspartikeln. Interessant ist Coexistenz auch in bezug auf den <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/5197'>Artenschutz<\/A>, da sie zu einer Erh&#246;hung der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8597'>Biodiversit&#228;t<\/A> f&#252;hrt. Wird ein <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/4901'>Areal<\/A> coexistierender Arten durch &#228;u&#223;ere Einfl&#252;sse in ein Ungleichgewicht gebracht, kann unter Umst&#228;nden eine der Arten alle anderen verdr&#228;ngen und die Biodiversit&#228;t drastisch verringern.<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}