{"title":"Copolymere: 1","body":"<BR><\/BR><STRONG>Copolymere<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Bei dem <I>Copolymer 1<\/I> handelt es sich um ein basisches Gemisch aus synthetisch hergestellten kurzkettigen, aus den Aminos&#228;uren <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/1858'>Alanin<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/28564'>Glutamins&#228;ure<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/40375'>Lysin<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/68211'>Tyrosin<\/A> bestehenden Proteinen. Copolymer 1 weist bei an einer multiplen Sklerose-&#228;hnlichen Autoimmunerkrankung leidenden M&#228;usen eine Schutzwirkung f&#252;r das <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/44629'>Myelin<\/A> auf. Es konkurriert mit dem bei der Erkrankung attackierten Bestandteil des Myelins, einem basischen Protein, um die MHC-Bindungsstelle auf der Oberfl&#228;che der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/66831'>T-Lymphocyten<\/A>, die f&#252;r den Abbau des Myelins verantwortlich sind, und verdr&#228;ngt dieses. Bei klinischen Versuchen wurde nachgewiesen, da&#223; Copolymer 1 bei Patienten, die an multipler Sklerose leiden, die H&#228;ufigkeit der Krankheitssch&#252;be deutlich senken konnte sowie eine Milderung von Behinderungen herbeif&#252;hrte. Als Nebenwirkungen treten w&#228;hrend der Behandlungsphase lokale Hautreaktionen sowie sporadisch nach der Injektion Herzklopfen, Dyspnoe oder Engegef&#252;hl in der Brust auf. Copolymer 1 (COP-1) ist z. B. in &#214;sterreich und Israel bereits zugelassen (Copaxone<SUP>&#174;<\/SUP>), in Deutschland befindet es sich derzeit (1999) noch in der Erprobungsphase.<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}