{"title":"Biotransformation: Zusatzinfo II","body":"<STRONG>Biotransformation<\/STRONG>\n<P>Der Vorgang der Biotransformation l&#228;uft in der Regel in zwei Stufen ab. Zun&#228;chst werden die auszuscheidenden Substanzen in den sogenannten Phase-I-Reaktionen Struktur&#228;nderungen unterworfen, um dann in den Phase-II-Reaktionen zu Konjugaten mit k&#246;rpereigenen Verbindungen aufgebaut und anschlie&#223;end erleichtert ausgeschieden zu werden. Dabei wird durch eine Phase-I-Reaktion oft erst die Voraussetzung zu einer Phase-II-Reaktion geschaffen. <BR><\/BR><I>Phase-I-Reaktionen<\/I>: 1) Oxidationsreaktionen: Die weitaus gr&#246;&#223;te Bedeutung f&#252;r den oxidativen Weg der Biotransformation hat ein System aus Cytochrom P<SUB>450<\/SUB> (bzw. Cytochrom P<SUB>448<\/SUB>) enthaltender Mono-Oxygenase (mikrosomale <I>Cytochrom P<SUB>450<\/SUB> Mono-Oxygenasen<\/I>) in Verbindung mit einem Flavinenzym, der NADPH-Cytochrom P<SUB>450<\/SUB>-Reductase. Daneben sind weitere wichtige oxidierende Enzyme: Alkohol-Dehydrogenase (dehydriert Alkohole zu Aldehyden), <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/7853'>Monoamin-Oxidase<\/A> (oxidiert <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/1511'>biogene Amine<\/A>, z.B. <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/1907'>Catecholamine<\/A>), Aldehyd-Oxidase (&#252;berf&#252;hrt Aldehyde in S&#228;uren). 2) Reduktionsreaktionen: Dieser Reaktionstyp ist im Vergleich zum oxidativen Weg eher unbedeutend. 3) Hydrolysen: Die wichtigsten Enzyme dieses Reaktionstyps sind Esterasen und Amidasen, Epoxidhydrolasen und Glucosidasen. <BR><\/BR><I>Phase-II-Reaktionen:<\/I> Bei diesen Konjugationsreaktionen von k&#246;rperfremden, oft durch Phase-I-Reaktionen bereits umgewandelten Stoffen und k&#246;rpereigenen Verbindungen mu&#223; in der Regel ein Teil, meist der k&#246;rpereigene, energiereich (aktiviert) sein. Als Produkte der Phase-II-Reaktionen entstehen stark hydrophile Verbindungen, meist mit S&#228;uregruppierungen, die rasch renal, eventuell sogar aktiv, eliminiert werden k&#246;nnen. Die wichtigsten Reaktionen sind: 1) Konjugation mit Glucurons&#228;ure (z.B. von Alkoholen und Aminen). 2) Konjugation mit Schwefels&#228;ure (z.B. von Steroiden). 3) Amidsynthese. 4) Konjugationen mit Glutathion. 5) Methylierung.<\/P>"}