{"title":"Crossing over: 2","body":"<TABLE BORDER=\"0\" CELLSPACING=\"0\" CELLPADDING=\"0\"><TR><TD ALIGN=\"left\"><TABLE ALIGN = \"left\" BORDER = \"1\" CELLSPACING = \"0\" CELLPADDING = \"0\" BORDERCOLOR = \"#000000\" \n\n<TR>\n<TD ALIGN = \"left\" VALIGN = \"middle\" WIDTH = \"410\" >\n\n<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/fff1652.jpg' WIDTH='183' HEIGHT='1145'><br>\n<\/TD>\n<\/TR>\n<TR>\n<TD ALIGN = \"left\" VALIGN = \"middle\" WIDTH = \"410\" >\n<BR><\/BR>Crossing over<BR><\/BR><BR><\/BR>Nach einem von R. Holliday 1964 aufgrund genetischer Daten entwickelten Modell (Holliday-Modell), das mit Abwandlungen weitgehend akzeptiert wird und auch auf molekularem Niveau Best&#228;tigung fand, l&#228;uft ein Crossing over folgenderma&#223;en ab: Es beginnt, w&#228;hrend die Chromatiden (= homologe DNA-Doppelhelices, Homolog 1 und 2 in der Abbildung) nahe beieinanderliegen, mit Einzelstrangbr&#252;chen in den DNA-Helices (a). Es entstehen freie Strangenden, die den ihnen jeweils homologen Einzelstrang &#8211; unter Mitwirkung vom \"unwinding Protein\" (Entwindungs-, Rei&#223;verschlu&#223;-Protein) &#8211; verdr&#228;ngen (b) und sich mit dem jeweils komplement&#228;ren Einzelstrang der homologen Helix &#252;ber Basenpaarung verbinden (c). Die jetzt neu benachbarten Nucleotidsequenzen werden von DNA-Ligase kovalent verbunden (d). Falls wegen nicht exakter Neupaarung n&#246;tig, werden vorher &#252;berstehende Einzelstrangabschnitte abverdaut (Exonuclease) bzw. fehlende nachsynthetisiert (DNA-Polymerase). Als Ergebnis sind nun die beiden Homologe durch &#220;berkreuzung der ausgetauschten Einzelstr&#228;nge miteinander verbunden (d = e). Diese Strukturen werden Holliday-Intermediate oder Chi-Strukturen (nach griech. &#967;) genannt und wurden in Prokaryoten elektronenmikroskopisch beobachtet. Durch Drehung um die Vertikalachse l&#246;st sich die &#220;berkreuzfigur der neu gepaarten Einzelstr&#228;nge (f); infolge Bruchs der bis dahin noch unversehrten Str&#228;nge (g) und Neukombination der Bruchst&#252;cke wird schlie&#223;lich der Segmentaustausch vollendet (h, i).<BR><\/BR>\n<\/TD>\n<\/TR>\n\n<\/TABLE><\/TD><\/TR><\/TABLE>"}