{"title":"Botulinustoxin: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Botulinustoxin<\/STRONG>\n<P>Botulinustoxin wird therapeutisch bei sogenannten craniocervikalen Dystonien (unheilbare, nicht zu kontrollierende Muskelverkrampfungen) eingesetzt. Dabei wird gerade so viel Botulinustoxin in die betroffenen Muskeln injiziert, da&#223; die Funktionst&#252;chtigkeit erhalten bleibt, Kr&#228;mpfe aber nicht mehr ausgel&#246;st werden k&#246;nnen. Die Wirkung h&#228;lt ca. 3 Monate an. Wichtig bei einer Behandlung mit dem Toxin ist die individuell abgestimmte Dosierung, um eine normale Funktion der (z.B. beim Schielen, Gesichtskr&#228;mpfen, Schiefhals) betroffenen Muskulatur zu gew&#228;hrleisten. Nebenwirkungen wurden bei korrekter Anwendung bisher nicht beobachtet. Auch ein Wirkungsverlust des Toxins aufgrund von Antik&#246;rperbildung durch den Organismus des Patienten wurde bisher nicht festgestellt. Das Botulinustoxin A wird au&#223;erdem seit kurzem erfolgreich f&#252;r die Behandlung spastischer Muskelkrankheiten genutzt. Durch Injektion des Toxins kann auch hier die Dauerkontraktion der Muskeln so weit vermindert werden, da&#223; kontrollierbare Bewegungen wieder m&#246;glich sind. Die Wirkung einer solchen Injektion dauert mehrere Monate an und wird vor allem in der Kinderheilkunde mit gutem Erfolg angewandt. Es wird ferner untersucht, ob Botulinustoxin auch bei Spannungskopfschmerz oder zur Behandlung der <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/574'>amyotrophen Lateralsklerose<\/A> eingesetzt werden kann.<\/P>"}