{"title":"Dominator-Modulator-Theorie: 1","body":"<BR><\/BR><STRONG>Dominator-Modulator-Theorie<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Die Theorie basiert auf der Annahme, da&#223; komplexe Empfindlichkeitskurven (mit einem oder mehreren H&#246;ckern) die Summe der Antworten einzelner Modulator-Systeme sind. Isoliert man diese Modulator-Mechanismen, erh&#228;lt man die Grundeinheiten der Wellenl&#228;ngenaufnahme (d. h. die Photorezeptoren). Ein Dominator ist nach dieser Theorie ein sensorischer Mechanismus oder ein Endorgan mit einer breiten spektralen Empfindlichkeitskurve, dessen Hauptfunktion darin besteht, einen m&#246;glichst gro&#223;en Wellenl&#228;ngenbereich f&#252;r die Farbwahrnehmung verf&#252;gbar zu machen. In einer gemischten <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/46087'>Netzhaut<\/A> w&#228;re der Unterschied von photopischen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/51355'>photopisches System<\/A>) und skotopischen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/16739'>D&#228;mmerungssehen<\/A>) Dominatoren die Ursache f&#252;r das <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/55015'>Purkinje-Ph&#228;nomen<\/A>. Entwicklungsgeschichtlich gesehen ist f&#252;r die Wellenl&#228;ngenaufnahme der Modulator-Mechanismus &#228;lter und primitiver als derjenige des Dominators. Die Dominatorkurve stellt das Resultat einer gegenseitigen Wechselbeziehung mehrerer Modulatoren dar. Dies kann z. B. durch konvergente Verschaltung mehrerer farbspezifischer Modulatoren auf eine nachgeschaltete Nervenfaser (Dominator) erfolgen oder durch Interaktion einzelner Modulatoren untereinander, was durch Ausbildung von Querverbindungen in der Netzhaut, z. B. mittels <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/2597'>amakriner Zellen<\/A>, m&#246;glich ist.<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}