{"title":"Dressur: 1","body":"<BR><\/BR><STRONG>Dressur<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Dressurversuche bei Ratten konnten in j&#252;ngster Zeit schon so weit fortentwickelt werden, da&#223; die Tiere bereits ihre Belohnung erhalten, wenn sie nur an die entsprechende Handlung denken. M&#246;glich wird dies, wenn die Zellen im Zentralnervensystem bekannt sind, die die Vorg&#228;nge der erforderten Bewegung (z. B. Druck eines Hebels) steuern. Schlie&#223;t man nun Elektroden, die von diesen Zellen ableiten, an einen Roboter an, der den entsprechenden Mechanismus anstelle des Tieres ausl&#246;sen kann, so braucht die Ratte lediglich an die Handlung zu denken: Der Roboter f&#252;hrt die Bewegung aufgrund der Gedankenimpulse aus, und das Tier erh&#228;lt die Belohnung. Die hierzu erforderliche Technik k&#246;nnte nach Weiterentwicklung durchaus f&#252;r durch Gedankenkraft gesteuerte \"Prothesen\" f&#252;r gel&#228;hmte Patienten genutzt werden.<BR><\/BR>Von einer <I>Differenzdressur<\/I> spricht man, wenn bei der Dressur sowohl mit <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/7891'>Belohnung<\/A> als auch mit <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8171'>Bestrafung<\/A> vorgegangen wird. <I>Selbstdressur<\/I> wird der Sachverhalt genannt, wenn Tiere (aber auch Menschen, insbesondere Kinder) ihr Verhalten an Verst&#228;rker anpassen, die vom Menschen ungewollt (z. T. unbewu&#223;t) gegeben werden (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/7982'>Beobachtungslernen<\/A>). Als <I>kin&#228;sthetische Dressur<\/I> bezeichnet man eine Methode, bei der der Dompteur die Extremit&#228;ten und den K&#246;rper des lernenden Tieres mit seinen H&#228;nden oder mit Hifsmitteln bewegt und die selbst&#228;ndige Wiederholung belohnt wird. In der Forschung spielen Dressurexperimente nicht nur zum Nachweis von Farb- und Formensehen, sondern auch zur Bestimmung des H&#246;rfrequenzbereichs bestimmter Tierarten eine wichtige Rolle.<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}