{"title":"elektrische Organe: Infobox I","body":"<STRONG>elektrische Organe<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR><I>Elektrocyten<\/I> (fr&#252;her wegen ihrer h&#228;ufig abgeflachten Form auch <I>Elektroplaques<\/I> genannt) sind asymmetrische Zellen, die nur auf einer Seite durch einen efferenten Nerv innerviert werden. Die andere, nicht-innervierte Seite ist stark gefaltet und nicht elektrisch erregbar. Bringt der efferente Nerv ein Signal aus dem Schrittmacherzentrum, kommt es an der Synapse zwischen Nerv und Elektrocyte zur Aussch&#252;ttung des Neurotransmitters <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/506'>Acetylcholin<\/A>. Das Acetylcholin bewirkt eine Depolarisation der Elektrocytenmembran, was zu einem vermehrten Einstrom von Natrium-Ionen und je nach Organtyp zu einem <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/22403'>erregenden postsynaptischen Potential<\/A> (EPSP) oder zu einem <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/1766'>Aktionspotential<\/A> f&#252;hrt. Da die nicht-erregbare Seite der Zelle auf einem Ruhewert von &#8211;60 mV verbleibt, die erregbare Seite jedoch Werte bis zu +90 mV annimmt, entsteht zwischen den beiden Seiten der Zelle eine Potentialdifferenz von bis zu 150 mV. Durch die gleichzeitige Erregung aller Elektrocyten des elektrischen Organs und ihre serielle Anordnung (Hintereinanderschaltung) k&#246;nnen so die enormen Spannungen der stark elektrischen Organe (800 V beim Zitteraal) entstehen."}