{"title":"Europa: Infobox II","body":"<STRONG>Europa<BR><\/BR><BR><\/BR>Wichtige Eiszeitrefugien bzw. Zentren f&#252;r die europ&#228;ische Fauna:<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>a) <I>kaspisches<\/I> (oder <I>kaukasisches<\/I>)<I> Zentrum:<\/I><BR><\/BR>Transkaukasien, die Gebirge s&#252;dlich der Krim und im Nordwesten des Iran. Aus diesem Zentrum erfolgte die Besiedlung der W&#228;lder und Steppen Osteuropas.<BR><\/BR>b) <I>mandschurisches Zentrum:<\/I><BR><\/BR>Korea, Ost- und S&#252;dmandschurei, Ussuri-Bezirk. Aus dem n&#246;rdlichen Teil dieses Zentrums hat der Nadelwaldg&#252;rtel der Taiga mit seiner Tierwelt seine Ausbreitung begonnen. Die dazugeh&#246;renden Tiere nennt man <I>sibirische Faunenelemente;<\/I> wenn sie weit nach Westeuropa vordringen, spricht man von <I>eurosibirischen Arten<\/I>.<BR><\/BR>c) <I>mongolisches Zentrum:<\/I><BR><\/BR>ein w&#228;hrend der Eiszeit klimatisch g&#252;nstiger Bezirk Mittelsibiriens (im Schutze des Altaigebirges). Er bekam postglazial Verbindung mit dem mandschurischen Zentrum und hat mit ihm Anteil an der Herkunft der Taigafauna. <BR><\/BR>d) <I>mediterranes Zentrum:<\/I><BR><\/BR>die Gebiete um das Mittelmeer einschlie&#223;lich Anatolien. Aus diesem Zentrum stammt vor allem die Fauna und Flora der Laubw&#228;lder Mitteleuropas.<BR><\/BR>e) <I>aralo-kaspisches Zentrum:<\/I><BR><\/BR>Von hier stammt die kaltadaptierte Steppenfauna der Ukraine, Rum&#228;niens und der pannonischen Tiefebene. Von diesen Refugien ausgehend wurde Europa postglazial wieder besiedelt, wobei spezifische Vegetationszonen entstanden."}