{"title":"Fadenwrmer: Infobox I","body":"<STRONG>Fadenw&#252;rmer<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Auf vielf&#228;ltige Weise laufen, jeweils artspezifisch, die <I>Lebenszyklen<\/I> ab: mit oder ohne Wirtswechsel, meist jedoch ohne Generationswechsel, also anders als bei den Trematoden (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/58735'>Saugw&#252;rmer<\/A>).<BR><\/BR>Die <I>Infektion<\/I> erfolgt bei den verschiedenen Parasiten des Menschen wie folgt:<BR><\/BR>a) Eier gelangen in den Magen-Darm-Trakt: z.B. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/40566'>Madenwurm<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/49924'>Peitschenwurm<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/63101'>Spulwurm<\/A>.<BR><\/BR>b) Die Larven bohren sich aktiv in die Haut ein: z.B. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/30256'>Hakenwurm<\/A> (Parasitismus III), <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/72112'>Zwergfadenwurm<\/A>.<BR><\/BR>c) Die Larven werden zusammen mit ihrem Zwischenwirt getrunken: <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/41619'>Medinawurm<\/A>.<BR><\/BR>d) Die Larven entschl&#252;pfen ihrem Zwischenwirt, einer blutsaugenden M&#252;cke, im Moment des Stechens und gelangen aktiv in den Menschen: <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/24477'>Filarien<\/A>.<BR><\/BR>e) Die &#220;bertragung erfolgt durch Essen von im Fleisch encystierten Larven: <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/67471'>Trichine<\/A>.<BR><\/BR>Bei a, b gibt es mehr oder weniger lange Zeiten &#8222;drau&#223;en&#8220; im saproben Substrat, zur Geschlechtsreife kommt es aber erst im Darm des Menschen. Bei c, d l&#228;uft (fast) die gesamte Entwicklung im K&#246;rper des Zwischenwirts und in Blut und Lymphe des Menschen ab, jeweils mit kurzem Aufenthalt &#8222;drau&#223;en&#8220; im Wasser bzw. an der Luft. Bei der Trichine (e) kommt nicht einmal kurzfristig irgendein Entwicklungsstadium mit der Au&#223;enwelt in Kontakt (dementsprechend kann dieser Parasit sogar in der Arktis leben); in dieser Hinsicht ist also ein h&#246;chst abgeleiteter Zustand erreicht (ganz im Gegensatz zur Fortpflanzung, die genauso urspr&#252;nglich wie bei a, b im Darm erfolgt). Auch in anderer Hinsicht ist die Trichine ein Sonderfall: bei ihr ist der Endwirt zugleich der Zwischenwirt."}