{"title":"Fc-Rezeptor: Infobox I","body":"<STRONG>Fc-Rezeptor<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Es existieren FcR f&#252;r jede Klasse von <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/33803'>Immunglobulinen<\/A>. Die IgG-bindenden <I>Fc&#947;R<\/I> werden von mehreren Genen codiert und liegen in verschiedenen Formen vor (CD16, CD32, CD64; <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/12601'>CD-Marker<\/A>). Die verschiedenen Formen werden teilweise gemeinsam auf <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/43744'>Monocyten<\/A> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/43809'>mononukle&#228;re Phagocyten<\/A>), <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/40775'>Makrophagen<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/46310'>neutrophilen Granulocyten<\/A> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/29208'>Granulocyten<\/A>), <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/66472'>Thrombocyten<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/9726'>B-Lymphocyten<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/66831'>T-Lymphocyten<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/45449'>Natural-Killer-Zellen<\/A> exprimiert. Eine Kreuzvernetzung der Fc&#947;R l&#246;st eine Aktivierung der Zellen aus, die u.a. durch <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/68219'>Tyrosin-Kinasen<\/A>, Ca<SUP>2+<\/SUP>-Ionen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/11611'>Calcium<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/11751'>Calmodulin<\/A>) und den ras-Signalweg (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/55693'>Ras-Proteine<\/A>) vermittelt wird (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/61524'>Signaltransduktion<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/34758'>ITAMs<\/A>). Zus&#228;tzlich wird die Phagocytose der aktivierenden Partikel ausgel&#246;st. Diese werden dadurch aus dem K&#246;rper entfernt und &#252;ber den Proze&#223; der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/4075'>Antigen-Pr&#228;sentation<\/A> zur weiteren Stimulation der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/33779'>Immunantwort<\/A> eingesetzt. Eine Ausnahme bildet der <I>Fc&#947;RIIB1<\/I>. Er wird auf B-Lymphocyten exprimiert und wirkt dort negativ regulatorisch auf die Aktivierung der Zellen &#252;ber ihre Antigenrezeptoren (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/11464'>B-Zell-Rezeptor<\/A>). Damit wird verhindert, da&#223; die Zellen durch <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/4070'>Antigene<\/A> aktiviert werden, gegen die bereits <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/4112'>Antik&#246;rper<\/A> gebildet wurden. Der Rezeptor f&#252;r IgE <I>(Fc&#949;-Rezeptor)<\/I> findet sich auf Mastzellen und verschiedenen Leukocyten, wo er die Freisetzung der Mediatoren (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/61183'>Serotonin<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/32034'>Histamin<\/A>) einer <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/68260'>&#220;berempfindlichkeitsreaktion<\/A> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/2192'>Allergie<\/A>) vom Soforttyp vermittelt. Eine weitere Gruppe von FcR ist an der &#220;bertragung von Antik&#246;rpern der Mutter auf den S&#228;ugling beteiligt. Es handelt sich dabei um Rezeptoren f&#252;r polymeres IgM und IgA sowie um den IgG-Rezeptor der Neugeborenen. Sie werden auf <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/21311'>Endothelzellen<\/A> exprimiert und dienen der Transcytose (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/16570'>Cytopempsis<\/A>).O.L."}