{"title":"Fischgifte: Infobox I","body":"<STRONG>Fischgifte<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Kugelfische <I>(Tetraodontidae)<\/I> werden in Japan als besondere Delikatesse verzehrt. Hin und wieder geht ein solches Fischessen jedoch t&#246;dlich aus, wenn der Fugu &#8211; wie der in den pazifischen Gew&#228;ssern Asiens vorkommende japanische Kugelfisch in Japan genannt wird &#8211; nicht richtig zubereitet wurde (pro Jahr in Japan rund 80 Fugu-Todesf&#228;lle). Es m&#252;ssen n&#228;mlich &#228;u&#223;erst genau die Organe, die das hochgiftige Tetrodotoxin enthalten, entfernt werden. Schon geringf&#252;giges Anritzen der giftenthaltenden Organe vergiftet den ganzen Fisch. (Fugu-K&#246;che in Japan m&#252;ssen daher eine mehrj&#228;hrige spezielle Ausbildung absolvieren.) In den Eierst&#246;cken und der Leber tritt Tetrodotoxin besonders konzentriert auf. Je nach der jeweiligen Kugelfischart kann das Gift, das 500mal wirksamer ist als Blaus&#228;ure, aber auch in anderen Organen vorkommen. Die Kunst der Fugu-K&#246;che besteht vor allem in einer genauen Lokalisation des Giftes bei den verschiedenen Fugu-Arten."}