{"title":"AIDS: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>AIDS<\/STRONG>\n<P><I>Epidemiologie und &#220;bertragung:<\/I><BR><\/BR>Seit Beginn der HIV-Pandemie Ende der 1970er Jahre haben sich mehr als 35 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Die Sch&#228;tzungen f&#252;r das Ende des Jahrhunderts belaufen sich auf etwa 40 Millionen Infizierte weltweit. Das Geschlechtsverh&#228;ltnis zwischen M&#228;nnern und Frauen differiert regional erheblich in Abh&#228;ngigkeit vom vorherrschenden &#220;bertragungsmodus. In weiten Teilen der USA und in Nordeuropa dominiert die &#220;bertragung durch homosexuellen Geschlechtsverkehr mit einem Frauen\/M&#228;nner-Verh&#228;ltnis von 1 zu 7-8 Infizierte, w&#228;hrend in Afrika durch &#252;berwiegend heterosexuelle &#220;bertragung M&#228;nner und Frauen etwa gleich h&#228;ufig betroffen sind. Eine wichtige Infektionsquelle f&#252;r drogenabh&#228;ngige Personen ist kontaminiertes Injektionsmaterial beim \"needle sharing\". In der Vergangenheit haben kontaminierte Blutprodukte zu einer gro&#223;en Zahl von HIV-Infektionen unter h&#228;mophiliekranken Patienten gef&#252;hrt; durch verbesserte und strengere Kontrollen und die Anwendung von Inaktivierungsverfahren wurde diese Gefahrenquelle in Deutschland nahezu ausgeschaltet. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion von der Mutter auf das Kind w&#228;hrend der Schwangerschaft schwankt je nach Region und hygienischen Bedingungen zwischen 13-40%, wird aber durch eine antiretrovirale Prophylaxe und gegebenenfalls Schnittentbindung weiter deutlich reduziert. HIV wird weder durch eine Schmier- oder Tr&#246;pfcheninfektion, z.B. durch H&#228;ndesch&#252;tteln, Niesen, Husten, Umarmen oder Toilettenbenutzung, noch durch Insekten &#252;bertragen.<\/P>"}