{"title":"Fullerene: Infobox I","body":"<STRONG>Fullerene<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Beispiele f&#252;r verschiedene Fullerentypen und -strukturen:<BR><\/BR><BR><\/BR><I>Buckminster-Fulleren (Footballen,<\/I> umgangssprachlich<I> Fu&#223;ball-Molek&#252;l):<\/I> erstes 1985 von H.W. Kroto nachgewiesenes Fulleren (erhielt daf&#252;r 1996 zusammen mit R. Smalley und R.F <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/16079'>Curl<\/A> den Nobelpreis f&#252;r Chemie); wurde durch Verdampfen von Graphit im Laserstrahl hergestellt; besteht aus 60 gleichwertigen, an den Ecken von 12 F&#252;nf- und 20 Sechsringen sitzenden Kohlenstoffatomen (siehe Abb. unter Haupteintrag Fullerene) und hat einen Durchmesser von 1 nm, eine Dichte von 1,7 g\/cm<SUP>3<\/SUP> und einen Brechungsindex von 2.<BR><\/BR><I>Bucky-Tubes (Nanor&#246;hren):<\/I> mehrere Mikrometer (10<SUP>-6<\/SUP> m) lange, ineinandergeschachtelte, an den Enden mit halbrunden Kappen verschlossene zylinderf&#246;rmige Fullerene (siehe Abb. unter Haupteintrag).<BR><\/BR><I>Bucky-Onions:<\/I> zwiebelartig aufgebaute Fullerene, die aus mehreren, um ein C<SUB>60<\/SUB>-Fulleren konzentrisch angeordneten Kohlenstoff-Schalen bestehen.<BR><\/BR><I>Hetero-Fullerene:<\/I> ein oder mehrere C-Atome sind durch andere Atome ersetzt; z.B. entstehen durch Verdampfen von Graphit-Gemischen u.a. C<SUB>58<\/SUB>B<SUB>2<\/SUB>- und C<SUB>59<\/SUB>B-Cluster oder Halogenverbindungen wie C<SUB>60<\/SUB>Br<SUB>6<\/SUB> oder C<SUB>60<\/SUB>F<SUB>36<\/SUB>, durch Dehydrieren niedermolekularer Kohlenwasserstoffe, wie Methan, Ethin oder Benzol mit Titan bei hohen Temperaturen <I>Metcar<\/I> genannte Fullerene aus 12 F&#252;nfringen mit je 2 Titan- und 3 Kohlenstoffatomen (siehe Abb. unter Haupteintrag).<BR><\/BR><I>Polymere:<\/I> entstehen durch Druck, Einbringen von Fremdmolek&#252;len, Lichteinstrahlung vor allem aus C<SUB>60<\/SUB>-Fulleren.<BR><\/BR><I>Additionsprodukte:<\/I> entstehen durch Addition von Nucleophilen, Radikalen und Komplexfragmenten.<BR><\/BR><I>Fulleride:<\/I> durch Reduktion (z.B. kann C<SUB>60<\/SUB> bis zu 6 Elektronen aufnehmen) und Aufnahme von elektropositiven Alkalimetallen entstehen bin&#228;re, M<SUB>n<\/SUB>C<SUB>60<\/SUB> (M = Na, K, Rb, Cs; n = 2&#8211;6) und tern&#228;re Salze (z.B. RbCs<SUB>2<\/SUB>C<SUB>60<\/SUB>), die als Interkalationsverbindungen vorliegen, bei denen die Metallionen die L&#252;cken des kubisch-fl&#228;chenzentrierten Fulleren-Gitters besetzen.<BR><\/BR><I>Fullerane:<\/I> entstehen durch Hydrierung (z.B. C<SUB>60<\/SUB>H<SUB>2<\/SUB>, C<SUB>60<\/SUB>H<SUB>4<\/SUB> oder C<SUB>60<\/SUB>H<SUB>36<\/SUB>).<BR><\/BR><I>Fullerite:<\/I> kristalline Form der Fullerene.<BR><\/BR><I>endohedrale Fullerene:<\/I> Fullerengrundstrukturen mit eingeschlossenen Atomen und Molek&#252;len (Einschlu&#223;verbindungen), z.B. Einschlu&#223; von Edelgasatomen (durch Beschu&#223; von He- und Ne-Gas mit C<SUB>60<\/SUB>-Fulleren-Kationen), von Bleiatomen (in Bucky-Tubes), von 2 oder mehreren Atomen (z.B. La<SUB>2<\/SUB>C<SUB>82<\/SUB> und Sc<SUB>3<\/SUB>C<SUB>60<\/SUB>), sowie kleiner Molek&#252;le wie Methan, Ethan oder Ethen."}