{"title":"Gehirn: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/f2f2815.jpg' WIDTH='537' HEIGHT='681'><br>\n<STRONG>Gehirn<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Abb. 1: <BR><\/BR><STRONG>1<\/STRONG> Schematischer L&#228;ngsschnitt durch das Vorderende eines Regenwurms; schwarz wiedergegeben sind das <I>Cerebralganglion,<\/I> die segmentalen <I>Bauchmarkganglien<\/I> und die in jedem Segment abzweigenden wichtigsten <I>Nerven<\/I> (Segmente I&#8211;VI). <STRONG>2a<\/STRONG> Schematisierte Aufsicht auf ein <I>Insekten-Gehirn;<\/I> deutlich zu erkennen die 3 Hauptabschnitte <I>Protocerebrum, Deutocerebrum<\/I> und <I>Tritocerebrum<\/I>. <STRONG>2b<\/STRONG> Schematischer Frontalschnitt durch das Gehirn; eingezeichnet sind die wichtigsten Verschaltungszentren und Faserz&#252;ge im Gehirn. <STRONG>3a<\/STRONG> Nervensystem einer <I>Schnecke,<\/I> <STRONG>3b<\/STRONG> eines <I>Kopff&#252;&#223;ers<\/I>. <STRONG>4<\/STRONG> Generalisierter L&#228;ngsschnitt durch das Gehirn eines <I>Wirbeltieres<\/I>. Die gestrichelte Linie deutet die beiden Hauptabschnitte <I>Vorderhirn<\/I> (Prosencephalon) und <I>Rautenhirn<\/I> (Rhombencephalon) an. Der vordere Abschnitt des Vorderhirns erf&#228;hrt als <I>Endhirn<\/I> (Telencephalon) eine Untergliederung in das <I>Riechhirn,<\/I> die am Boden des Endhirns liegenden <I>Basalganglien<\/I> und das <I>Pallium<\/I> (Mantel). Letzteres hat vor allem bei S&#228;ugetieren eine weitgehende Entfaltung durchlaufen und bildet bei diesen die teilweise gefurchten Hemisph&#228;ren des <I>Gro&#223;hirns<\/I> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/65689'>Telencephalon<\/A>). Der hintere Abschnitt des Vorderhirns, das <I>Zwischenhirn<\/I> (Diencephalon), ist in der Seitenwand in den <I>Epithalamus, Thalamus<\/I> und <I>Hypothalamus<\/I> gegliedert. Eine Aussackung des Hirnbodens bildet zusammen mit Teilen des Mundh&#246;hlendachs (Rathkesche Tasche) die <I>Hypophyse,<\/I> ein wichtiges Verbindungsorgan des Gehirns mit dem hormonalen System. Das Dach des Zwischenhirns tr&#228;gt das <I>Parietalorgan,<\/I> das bei urspr&#252;nglichen Wirbeltieren als medianes Auge, bei h&#246;her entwickelten als (Hormon-)dr&#252;se entwickelt ist. An der Grenze zwischen Zwischenhirn und Rautenhirn entsteht das <I>Tectum<\/I> (Mittelhirndach) als &#252;bergeordnetes Zentrum. Am Rautenhirn lassen sich vor allem das <I>Kleinhirn<\/I> und das <I>Tegmentum<\/I> unterscheiden. Bei S&#228;ugetieren ist in Abh&#228;ngigkeit von der Entwicklung neuer Hirnzentren im Pallium die <I>Br&#252;cke<\/I> (Pons) als Verbindungsweg zwischen den einzelnen Hirnzentren ausgebildet. Der hintere Abschnitt des Rautenhirns gleicht in seinem strukturellen Aufbau weitgehend dem R&#252;ckenmark und wird als <I>Myelencephalon<\/I> (verl&#228;ngertes R&#252;ckenmark) bezeichnet. Als Abk&#246;mmling eines dorsalen Nervenrohrs enth&#228;lt das Gehirn fl&#252;ssigkeitsgef&#252;llte Hohlr&#228;ume (Ventrikel I&#8211;IV). Auch zwischen Gehirn und umgebenden Hirnh&#228;uten befindet sich eine gleichartige Fl&#252;ssigkeit, die vor allem auch eine sto&#223;ged&#228;mpfte Lagerung des Gehirns erm&#246;glicht. Gro&#223;e Bedeutung bei der Abscheidung der Hirnfl&#252;ssigkeit haben die Adergeflechte (Plexus chorioideus) am Dach des Rautenhirns und des Zwischenhirns."}