{"title":"Gensynthese: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/f2f2867.jpg' WIDTH='334' HEIGHT='266'><br>\n<STRONG>Gensynthese<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Zur Synthese von Genen ist die Kenntnis ihrer Nucleotidsequenzen Voraussetzung. Entsprechend der jeweiligen Sequenz (im Schema nicht aufgef&#252;hrt) werden zun&#228;chst Desoxyoligonucleotide der Kettenl&#228;ngen 10&#8211;30 mit Hilfe organisch-chemischer Methoden aus Mononucleotiden synthetisiert (<STRONG>a<\/STRONG>), wobei die einzelnen Synthesen so programmiert werden, da&#223; Nachbarfragmente (z.B. 1 bis 5 bzw. 1' bis 5' im Schema) beider Str&#228;nge entstehen, welche die &#220;berlappung der jeweiligen L&#252;cken des Gegenstrangs (Prinzip der versetzten L&#252;cken) aufgrund der Basenpaarungs-Spezifit&#228;t erm&#246;glichen. Nach Hybridisierung dieser Fragmente zu einer Doppelstrangstruktur (<STRONG>b<\/STRONG>) mit versetzten Einzelstrangbr&#252;chen werden letztere unter der katalytischen Wirkung von DNA-Ligasen unter ATP- oder NAD-Spaltung verschlossen, wodurch ein durchgehender DNA-Doppelstrang (<STRONG>c<\/STRONG>) entsteht. Die Synthese erfolgt durch Auswahl entsprechender Sequenzen so, da&#223; die Enden des Produkts (<STRONG>c<\/STRONG>) einzelstr&#228;ngig bleiben und gleichzeitig die f&#252;r ein bestimmtes Restriktionsenzym spezifischen Sequenzen enthalten, wodurch die Klonierung in die entsprechende Restriktionsstelle eines Klonierungsvektors erm&#246;glicht wird. Da Gene heute meist in klonierter Form, d.h. letztlich aus der DNA der betreffenden Organismen isoliert, zug&#228;nglich sind, werden h&#228;ufig nicht die vollst&#228;ndigen Gene, sondern nur diejenigen Bereiche, die gezielt abgewandelt werden sollen (z.B. durch Koppelung an andere Signalstrukturen), neu synthetisiert."}