{"title":"Gesteine: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/f2f2909.jpg' WIDTH='325' HEIGHT='205'><br>\n<STRONG>Gesteine<BR><\/BR><BR><\/BR>Gesteinsbildung &#8211; Fossilien<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Entstehung und Zustand der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/25106'>Fossilien<\/A>, d.h. der fossil gewordenen Organismenreste, sind eng mit den Vorg&#228;ngen der Entstehung, Zerst&#246;rung und Umlagerung der Gesteine verkn&#252;pft, welche die Erdkruste aufbauen. Der &#8222;Kreislauf&#8220; der Gesteine beginnt mit dem aus fl&#252;ssigem Gesteinsmaterial bestehenden Magma, das aus dem Erdinnern an die Erdoberfl&#228;che aufsteigt. Ein Teil dieses Magmas erstarrt in der Erdkruste und bildet die <I>plutonischen Gesteine<\/I> oder <I>Plutonite<\/I>, die zum Teil durch endogene Kr&#228;fte an die Erdoberfl&#228;che gehoben werden k&#246;nnen. Ein anderer Teil des Magmas gelangt bei Vulkanausbr&#252;chen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/69936'>Vulkanismus<\/A>) an die Erdoberfl&#228;che, k&#252;hlt dort ab und bildet <I>vulkanische Gesteine<\/I> oder <I>Vulkanite<\/I>. Das an die Erdoberfl&#228;che gelangte Gestein ist dem Einflu&#223; der exogenen Kr&#228;fte (Temperatur, Niederschl&#228;ge usw.) ausgesetzt und verwittert (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/9795'>Bodenentwicklung<\/A>). Das verwitterte Material wird wegtransportiert (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/294'>Abtragung<\/A>), durch Wind, Wasser oder Eis in ein anderes Gebiet verfrachtet und dort abgelagert (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/60546'>Sedimentation<\/A>). Unter dem Druck der dar&#252;ber lagernden Gesteinsschichten verfestigen sich diese Ablagerungen zu <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/60550'>Sedimentgesteinen<\/A><\/I>. Diese k&#246;nnen entweder &#8211; nach der Auffaltung bei Gebirgsbildungen &#8211; erneut wieder durch die Verwitterung zerst&#246;rt werden. Oder sie k&#246;nnen beim Absinken in gro&#223;e Tiefen infolge der dort herrschenden hohen Temperaturen wieder aufschmelzen. Dabei erfolgt eine mechanische und chemische Umwandlung solcher Gesteine zu <I>metamorphen Gesteinen<\/I> oder <I>Metamorphiten<\/I>. Ein Teil dieser Gesteinsschmelze gelangt zum Magma zur&#252;ck; der &#8222;Kreislauf&#8220; beginnt von neuem.<BR><\/BR>In der Regel enthalten nur Sedimentgesteine Fossilien &#8211; seien diese Ablagerungen nun im Wasser (Meer, Seen) oder auf dem Land entstanden (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/25107'>Fossilisation<\/A>). Plutonische Gesteine sind fossilleer; in metamorphen Gesteinen sind oft noch bestimmbare Fossilien enthalten. Die im urspr&#252;nglichen Sediment vorher m&#246;glicherweise enthaltenen Organismenreste werden in der Regel durch die im Laufe der Metamorphose erfolgten Umwandlungen unter hohen Dr&#252;cken und Temperaturen mehr oder weniger zerst&#246;rt. Vulkanische Gesteine k&#246;nnen Fossilien umschlie&#223;en, wenn durch vulkanische Aschen die &#252;bersch&#252;tteten Organismen &#8211; Pflanzen oder Tiere &#8211; nicht vollst&#228;ndig verbrannt wurden oder in Form von Hohlr&#228;umen &#252;berliefert werden."}