{"title":"Gletscher: Infobox I","body":"<STRONG>Gletscher<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Als <I>Gletschervorfeld<\/I> wird das von Schuttmaterial gepr&#228;gte Gebiet zwischen den heutigen Gletscherumrissen und den <I>Mor&#228;nenw&#228;llen<\/I> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/60545'>Sedimente<\/A>) der neuzeitlichen Gletscherhochst&#228;nde aus dem 17. bis 19. Jahrhundert verstanden. Alpine Gletschervorfelder werden durch <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/51924'>Pionierpflanzen<\/A> wie z.B. <I>Linaria alpina<\/I> (Alpen-<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/38707'>Leinkraut<\/A>) und <I>Saxifraga aizoides<\/I> (Bewimperter oder Fetthennen-<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/63498'>Steinbrech<\/A>) bereits wenige Jahre nach Abschmelzen des Eises besiedelt. In subalpinen Lagen folgen meist von <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/72174'>Zwergstr&#228;uchern<\/A> und Jungwuchs von B&#228;umen gepr&#228;gte Stadien, w&#228;hrend sich in alpinen Lagen eine l&#252;ckige, oft rasen&#228;hnliche Vegetation ausbildet. &#8211; Gletschervorfelder sind bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts beliebte Objekte der Sukzessionsforschung (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/64666'>Sukzession<\/A>). So lassen sich aus dem gleichzeitigen Vorkommen unterschiedlich alter Stadien der Vegetationsentwicklung oft entsprechende Sukzessionsreihen ableiten (location-for-time-substitution). Zugleich befinden sich auf Gletschervorfeldern einige der &#228;ltesten Beispiele f&#252;r Sukzessionsforschung anhand von Dauerquadraten (permanent plots)."}