{"title":"Gravitationsbiologie: Infobox IV","body":"<STRONG>Gravitation<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR><I>Lebenserhaltungssysteme<\/I> sind technische Einrichtungen, die dem Menschen einen Forschungsaufenthalt (meist in geschlossenen Kabinen) au&#223;erhalb der gewohnten Biosph&#228;re (z.B. in der Tiefsee oder im Weltraum) erm&#246;glichen. Da es im Weltraum keine Atmosph&#228;re, keinen Luftdruck und extreme Temperaturen gibt, mu&#223; jede bemannte Raumkapsel oder Raumstation zur Schaffung lebensfreundlicher Bedingungen mit einem Lebenserhaltungssystem ausger&#252;stet sein. Dieses umfa&#223;t u.a. diverse Energie- und Gasvorr&#228;te, mehrere Umw&#228;lz- und Regenerationssysteme, mit denen die verbrauchte Atemluft abgesaugt und Frischluft zugef&#252;hrt werden, K&#252;hl- und Heizaggregate, welche die Weltraumk&#228;lte bzw. die Abw&#228;rme der elektronischen Ger&#228;te ausnutzen. Die reine Sauerstoffatmosph&#228;re fr&#252;herer amerikanischer Raumkapseln ist aufgrund der nicht zu vermeidenden Explosionsgefahr (Brand einer Apollo-Kapsel 1967) bei den heutigen Raumfahrtunternehmen (z.B. beim Space Shuttle) durch eine fast normale Atmosph&#228;re mit 79% Stickstoff und 21% Sauerstoff sowie den gewohnten Luftdruck von 1 bar ersetzt. Die Temperatur ist im Space Shuttle zwischen 18 &#176;C und 27 &#176;C, die Luftfeuchtigkeit zwischen 35% und 55% regelbar. Wasser f&#228;llt als Nebenprodukt der Brennstoffzellen (Knallgas-Reaktion) an. Spezielle <I>Raumanz&#252;ge<\/I> mit tragbaren Versorgungseinrichtungen erm&#246;glichen auch einen freien Aufenthalt im Weltraum, z.B. bei der bemannten Mondlandung (Apollo-Programm) oder beim &#8222;Weltraumspaziergang&#8220; (vgl. Abb. 7)."}