{"title":"Grenzschicht: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/f2f3076.jpg' WIDTH='189' HEIGHT='134'><br>\n<STRONG>Grenzschicht<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Schnitt durch einen Kanal mit einer Str&#246;mung gleichf&#246;rmiger Geschwindigkeit <I>v<\/I> in der Zone I, frei von dem Einflu&#223; der bremsenden Berandung (Oberfl&#228;che bzw. Substrat). Zone II (a) ist Grenzschicht: Die Geschwindigkeit der str&#246;menden Schichten f&#228;llt von <I>v<\/I> bis auf 0. Die <I>Grenzschichtdicke<\/I> nimmt zu mit der Z&#228;higkeit (Viskosit&#228;t) der str&#246;menden Fl&#252;ssigkeit, sie nimmt ab mit zunehmender Geschwindigkeit der Str&#246;mung; quantitativ wird sie durch die sogenannte <I>Reynolds<\/I>-<I>Zahl<\/I> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8723'>Biomechanik<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/25323'>Flugmechanik<\/A>) beschrieben, d.h. durch das Verh&#228;ltnis der beschleunigenden Tr&#228;gheitskr&#228;fte und der verz&#246;gernden Viskosekr&#228;fte (Kr&#228;fte der &#8222;inneren Reibung&#8220;). Bei kleinen Reynolds-Zahlen und geringer Grenzschichtdicke herrscht <I>laminare Str&#246;mung,<\/I> d.h., die Stromlinien verlaufen parallel zur Berandungsfl&#228;che. Ein W&#228;rme- und Massetransport ist dabei nur durch molekulare <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/18154'>Diffusion<\/A> m&#246;glich. Bei anwachsender Dicke der laminaren Grenzschicht wird mit Erreichen einer kritischen Reynolds-Zahl die Str&#246;mung instabil und sie schl&#228;gt um in ein Muster unregelm&#228;&#223;iger wirbelhafter Bewegung <I>(Turbulenz)<\/I>. Turbulenter Transport ist im Vergleich zu diffusivem um 4 bis 6 Gr&#246;&#223;enordnungen effizienter."}