{"title":"Hmolyse: Infobox I","body":"<STRONG>H&#228;molyse<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Formen der H&#228;molyse sind: 1) toxische H&#228;molyse, durch Sch&#228;digungen durch Gifte, z.B. Benzol, Phenol, Anilin, Blei, Schlangengifte, Knollenbl&#228;tterpilz, Medikamente; 2) im Rahmen schwer verlaufender bakterieller oder parasitologischer Infekte, z.B. Sepsis, Malaria, Gasbrand, Bartonellosen; 3) mechanisch z.B. bei Herzklappenfehlern; 4) bei schweren Verbrennungen; 5) korpuskul&#228;re H&#228;molyse als Folge angeborener oder erworbener Sch&#228;den der Erythrocyten, z.B. Sph&#228;rocytose, paroxysmale n&#228;chtliche H&#228;moglobinurie, Elliptocytose, Acanthocytose; 6) H&#228;moglobinopathien; 7) St&#246;rungen des Erythrocytenstoffwechsels (enzymopenische H&#228;molyse), am h&#228;ufigsten durch genetisch bedingte Defekte der Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase, aber praktisch durch Defekte jedes Enzyms des Erythrocytenstoffwechsels m&#246;glich; 8) Porphyrien, erbliche St&#246;rung der H&#228;moglobinsynthese; 9) serogene immunh&#228;molytische H&#228;molyse durch Autoantik&#246;rper, z.B. W&#228;rme- und K&#228;lteagglutinine, K&#228;lteh&#228;molysine, Isoantik&#246;rper; hierbei sind die Erythrocyten normal; die Antik&#246;rper entstehen im Gefolge von Autoimmunkrankheiten oder als Begleitph&#228;nomene von z.B. Lues, Leuk&#228;mien, Lymphomen, oft auch ausgel&#246;st durch Medikamente; 10) als Folge von Transfusionszwischenf&#228;llen, wenn Blut einer fremden, nicht kompatiblen Blutgruppe &#252;bertragen wird; 11) bei Favismus; 12) eine Sonderform ist der Morbus haemolyticus neonatorum als Folge einer Rhesus-Inkompatibilit&#228;t bei Mutter und Kind."}